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Polizei bestätigt: Pegida-Anhänger versuchten Sitzblockade zu räumen

Demo-Montag Polizei bestätigt: Pegida-Anhänger versuchten Sitzblockade zu räumen

Pegida-Anhänger konnten am Montagabend unter den Augen der Polizei versuchen, eigenständig eine Sitzblockade auf der Waisenhausstraße zu räumen. Den Vorfall räumte die Polizeidirektion Dresden am Mittwoch ein.

Ein weiterer Zwischenfall am Rande der Pegida-Demo am Montagabend beschäftigt jetzt die Dresdner Polizei.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Pegida-Anhänger konnten am Montagabend unter den Augen der Polizei versuchen, eigenständig eine Sitzblockade auf der Waisenhausstraße zu räumen. Den grundsätzlichen Vorfall räumte die Polizeidirektion Dresden am Mittwoch ein. Das Handeln der Beamten stelle sich im Nachgang betrachtet als unglücklich dar, so Polizeisprecher Marko Laske. Die rechtliche Bewertung des Vorfalles sei noch nicht abgeschlossen. Die Pressestelle der Polizei verwies darauf, dass Einsatzlagen, wie bei der Demonstration am Montag, sehr dynamisch verlaufen. Die Beamten würden Entscheidungen treffen, die auf ihrer Wahrnehmung vor Ort basieren.

Neben der größeren Sitzblockade direkt auf der Waisenhausstraße, Fahrtrichtung Georgplatz, hatten am Montagabend drei weitere Personen versucht, auch die andere Fahrtrichtung zu besetzen. Das rief allerdings zwei mutmaßliche Pegida-Anhänger auf den Plan. Auf einem Video von „Streetcoverage“ ist zu sehen, wie einer der beiden Männer an einem der Blockierer herumzerrt, während ein Polizist mit der Hand in der Tasche daneben steht und zusieht. Erst danach kommen mehrere Beamte hinzu und drängen die drei Blockierer von der Straße.

In den sozialen Netzwerken wollen User den Mann in der weißen Jacke bereits identifiziert haben. Es soll sich um einen bekennenden Pegida-Anhänger handeln, der auf Facebook-Fotos auch mit Pegida-Vize Siegfried Däbritz posiert. Damit hätte die Polizei am Montagabend Pegida-Anhängern hoheitliche Aufgaben überlassen.

„Wenn es keine Polizisten sind, hätte die Polizei dies unterbinden müssen“, kritisierte am Dienstag bereits der Grünen-Landtagsabgeordnete Valentin Lippmann. Zu dem Zeitpunkt stand noch die Vermutung im Raum, dass es sich womöglich um Beamte in Zivil gehandelt haben könnte. Lippmann hat zu dem Thema bereits eine kleine Anfrage an die Staatsregierung eingereicht.

Denn der Montagabend bot noch mehr Gesprächsstoff. Zum einen wird nach der zweiten Blockade gegen 30 Pegida-Gegner ermittelt. Weiterhin fand die Polizei Ampullen mit einer stark übelriechenden Flüssigkeit, die nach Angaben der Pegida-Gegner aus dem Pegida-Zug heraus geworfen worden sein sollen.

sl

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