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Octavia-Klau in Dresden: Statistik ist auf Rekordkurs

Octavia-Klau in Dresden: Statistik ist auf Rekordkurs

Dresden steuert auf einen neuen traurigen Rekord zu und die Polizei hat bisher noch kein Gegenmittel gefunden: Seit Jahresbeginn wurden in der Landeshauptstadt 95 Skoda Octavia gestohlen.

Von Christoph Springer

33 weitere Versuche, solche Autos zu stehlen, schlugen fehl. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2011 wurden 129 Octavias entwendet, 55 Mal hatten Diebe keinen Erfolg beim Versuch, solche Pkws zu stehlen. Das sagte Polizeisprecher Marko Laske auf DNN-Anfrage. Im Klartext: Bereits zur Jahresmitte Ende Juni 2012 könnte das Vorjahresergebnis eingestellt werden. Setzt sich der Trend fort, steuert Dresden auf eine 100 Prozent-Steigerung beim Octavia-Klau zu.

"Im vergangenen Jahr gab es im Sommer einen Rückgang", erklärt Laske die Statistik. Damals machten offenbar auch die Octavia-Diebe Urlaub und auf diese Entwicklung hoffen die Ermittler auch in diesem Jahr. Dennoch räumten die Verantwortlichen der Polizeidirektion Dresden bereits im April gegenüber DNN ein, dass sie sich den aktuellen Aktivitäten der Autoknacker nicht mehr gewachsen fühlen. "Letztlich ist dieser Anstieg auf den Wegfall der Grenzkontrollen zurückzuführen", sagte damals Polizeioberkommissarin Marlene Wahode, "mit polizeilichen Mitteln ist das nicht zu kompensieren".

Polizeipräsident Dieter Kroll will sich den Autoknackern dennoch nicht geschlagen geben. Seine Kollegen arbeiten derzeit an einem Konzept für den Kampf gegen die Autoknacker, das im zweiten Halbjahr 2012 umgesetzt werden soll. Laut Laske sollen darin verschiedene Ermittlungsmethoden zusammengefasst werden. Eine davon: Die Polizei stellt selbst bei Autoknackern gefragte Pkws in die Stadt und beobachtet diese Autos dann, bis Langfinger kommen. So könnten die Täter auf frischer Tat gestellt werden.

Mit einer ähnlichen Methode hatten die Beamten der Polizeidirektion Oberes Elbtal-Osterzgebirge im Frühsommer 2011 in der Sächsischen Schweiz Erfolg. Sie parkten ein Auto mit abgedunkelten Scheiben zwischen Schmilka und Postelwitz, versteckten sich dann in dem Pkw und warteten auf die Täter. Als daraufhin tatsächlich ein Autoknacker kam, eine Tür aufbrach und den Pkw stehlen wollte, klickten die Handschellen.

In Dresden wurden zuletzt in der Nacht zum Mittwoch zwei Octavias gestohlen, teilte die Polizei mit. Dabei handelte es sich um einen blauen, fünf Jahre alten Pkw, der auf der Bienertstraße in Plauen stand und noch etwa 10 000 Euro wert war. In derselben Nacht holten sich Diebe einen drei Jahre alten Octavia von der Florian-Geyer-Straße (Johannstadt). Das schwarze Auto war noch rund 23 000 Euro wert.Zwischen Montag und Mittwoch verschwand außerdem ein schwarzer Octavia, der auf der Karl-Marx-Straße in Klotzsche stand. Dieses fünf Jahre alte Auto war noch 8000 Euro wert.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.06.2012

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