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Polizeiticker Obduktion bestätigt: Kinder in Dresden-Gorbitz sind gewaltsam gestorben
Dresden Polizeiticker Obduktion bestätigt: Kinder in Dresden-Gorbitz sind gewaltsam gestorben
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08:15 31.07.2018
Quelle: dpa-Zentralbild
Dresden

Die beiden Geschwisterkinder, die die Polizei am Sonntag tot in einer Wohnung in Gorbitz gefunden hatte, sind zweifelsfrei gewaltsam ums Leben gekommen. Das hat eine Obduktion der zwei Schwestern ergeben, wie die Polizeidirektion Dresden am Montag mitteilte. Die Mädchen waren drei und sechs Jahre alt, als sie getötet wurden. Als Hauptverdächtiger gilt ihr Vater, ein 55-Jähriger Mosambikaner.

Der Tod der Kinder war bekannt geworden, nachdem sich deren Mutter – eine 35-jährige Mosambikanerin – am frühen Samstagabend an die Polizei gewandt hatte: Sie berichtete, dass ihr früherer Lebenspartner die Töchter betreuen sollte, sie aber nicht wieder bei ihr abgegeben hatte. Darauf rückte die Polizei zur Wohnung des Vaters. Der Mann war betrunken, die Kinder lagen tot in der Wohnung.

Nähere Informationen zu den Todesumständen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft derzeit nicht herausgeben – um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden und auch aus Pietät gegenüber den Angehörigen, wie ein Polizeisprecher auf Anfrage erklärte. Auch die möglichen Motive hinter der Tat sind noch unklar: In einer ersten Vernehmung habe der Verdächtige dazu keine klaren Angaben gemacht, hieß es von der Polizei. Die Mutter der getöteten Kinder wird derweil betreut.

Während der Mann in Untersuchungshaft gefangen bleibt, ermitteln die Staatsanwaltschaft und Polizei weiter. Neben dem Motiv ist auch der genaue Tatablauf zu klären. Auch soll eine Blutuntersuchung den Alkoholpegel des Mannes klären. Und nicht zuletzt ist noch unklar, ob der Mann nur Während der Festnahme, oder auch zur Tatzeit betrunken war.

In einem möglichen Prozess müssen später voraussichtlich auch die Strafrichter darüber entscheiden, ob die Mädchen ermordet wurden. Eines der Kriterien, die einen Mord von einem Totschlag unterscheiden, ist die „Heimtücke“ der Tat. Und davon ist bei so jungen Opfern, die sich weder wehren noch das Geschehen voraussehen können, oft auszugehen.

Von DNN

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