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Nizzasperren werden vor Silvesternacht „im Zentrum“ Dresdens aufgestellt

Schutzkonzept für Feier auf dem Theaterplatz Nizzasperren werden vor Silvesternacht „im Zentrum“ Dresdens aufgestellt

Die Nizzasperren werden die Dresdner ins neue Jahr begleiten. Die schweren Betonsteine, die nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt zum Schutz der Dresdner Weihnachtsmärkte aufgestellt wurden, finden zu Silvester ihre nächste Verwendung. Wie und Wo, daraus machen Stadt und Polizei ein Geheimnis.

Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt wurden auch der Dresdner Innenstadt Nizzasperren aufgestellt. Die Kerzen an einer der Betonsperren an der Wilsdruffer Straße erinnern an die Opfer des Anschlags.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Die Nizzasperren werden die Dresdner ins neue Jahr begleiten. Die etwa eine halbe Tonne schweren Betonsteine, die nach dem blutigen Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt zum Schutz der Dresdner Weihnachtsmärkte und der Christvesper an der Frauenkirche aufgestellt wurden, finden für die Silvesterfeier ihre nächste Verwendung. Sie werden irgendwann in den nächsten Tagen „im Zentrum der Stadt“ aufgestellt, wie es Marko Laske, Sprecher der Polizeidirektion Dresden, gegenüber den DNN formulierte.

Genauer könnte er es schon sagen, will es aber nicht. Man bitte um Verständnis, dass zu Details des Sicherheitskonzepts nichts bekannt werden soll, begründet Laske. Eine Sprachregelung, die auf DNN-Anfrage ganz ähnlich auch aus dem Rathaus und vom Unternehmen „festcatering.de“ zu hören ist. Am Dienstag haben sich alle drei, Polizei, Stadt und Veranstaltungs-GmbH, getroffen, um über die von „festcatering.de“ organisierte Silvesterfeier auf dem Theaterplatz zu diskutieren. Zu der inzwischen elften Veranstaltung der Freiluftsause, bei der Besucher für ein böllerfreies Altstadterlebnis 12 Euro Eintritt zahlen, werden mehr als 10 000 Besucher erwartet (2015: 13 000). Um sie zu schützen, haben die drei am Treffen Beteiligten beschlossen, das Sicherheitskonzept zu verschärfen.

Die Nizzasperren, die einen Anschlag mit einem Fahrzeug verhindern sollen, seien dabei lediglich „die wesentliche sichtbare Änderung“ am Sicherheitskonzept, wie Polizeisprecher Laske sagt. Soll heißen: Man hat noch an anderen Schrauben gedreht, will aber ebenfalls nicht drüber reden. Das Thema Sicherheit ist heikel, das galt für den Striezelmarkt und das gilt nun auch für Silvester. Niemand will sich Versäumnisse vorwerfen lassen, sollte etwas passieren. Niemand will aber auch durch einen zu großen Aufwand Besucher abschrecken.

Die zeigen sich bisher allerdings unerschrocken, zumindest wenn man Claudia Volke, Pressesprecherin für die Silvesterfeierorganisatoren, glaubt. Es hätten sich nur „sehr wenige“ Besitzer von Eintrittskarten mit Bedenken gemeldet, sagt sie. Wissen wollten diese lediglich, ob auf dem Theaterplatz wirklich böllerfrei gefeiert werden kann und ob das Areal eingezäunt sei. Fragen, die Volke beide mit „Ja“ beantworten kann.

Denn ohne „konsequente Einlasskontrollen“ und ein „erhöhtes Sicherheitskonzept“ wäre die Feier in den vergangenen Jahren nicht „böllerfrei“ geblieben. Positive Nebenwirkung des betriebenen Aufwands: Es habe bisher nicht einen einzigen Fall von Antänzerei gegeben, wie Volke mitteilt.

Damit ist eine Form ungewollter Annäherung gemeint, die den Antänzern sexuelle Übergriffe oder Taschendiebstahl ermöglichen. In Köln in der Silvesternacht 2015 zigfach passiert, in Dresden offenbar kein Problem, wie Stadt und Polizei unisono meinen. Von weiteren Sicherheitsvorkehrungen im übrigen Stadtgebiet sieht man daher ab.

Von Uwe Hofmann

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