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Neue Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Übigau ist in Betrieb

Neue Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Übigau ist in Betrieb

VonGestern wurde die neue "Integrierte Regionalleitstelle" für Feuerwehr und Rettungsdienst offiziell in Betrieb genommen. Der Notruf 112 geht also nun nicht mehr in der Louisenstraße, sondern an der Scharfenberger Straße in Übigau ein.

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Sachsens Innenminister Markus Ulbig (rechts) und Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (links) gestern in der Leitstelle.

Quelle: Dietrich Flechtner

Von hier aus werden die Einsätze von Feuerwehr, Rettungsdienst und Krankentransport koordiniert. "Ganz ehrlich, ich bin erleichtert", so Andreas Rümpel, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes Dresden. Endlich kann die seit Jahren leerstehende und mit neuer Technik ausgerüstete neue Leitstelle genutzt werden.

m "Uns steht noch viel, viel Arbeit bevor", sagt Andreas Rümpel. Warum?

Jetzt ist erst einmal nur die Dresdner Leitstelle umgezogen. Künftig sollen jedoch auch die Notrufe aus den Kreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Dresden-Übigau entgegengenommen sowie Rettungseinsätze und Krankentransporte koordiniert werden. Zudem wird die Umstellung auf Digitalfunk erfolgen. Für die Krankenfahrzeuge in Dresden ist das zum Jahreswechsel geplant. Dann folgt der Rettungsdienst und dann die Feuerwehr.

m Was sind die Vorteile der neuen Leitstelle?

Zum einen verbessern sich die Arbeitsbedingungen für die Leitstellenmitarbeiter. Zum anderen "können Hilferufe effizienter bearbeitet werden", sagt Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU). Drei Beispiele: 1. Das Land Sachsen stellt jetzt elektronisch immer das aktuellste Kartenmaterial zur Verfügung. 2. Die Telefonnummer des Anrufers wird automatisch übernommen, nach Möglichkeit auch die Adresse. So geht's schneller, beim Aufschreiben entstehen keine Fehler. 3. Wird in naher Zukunft mit Digitalfunk gearbeitet, können den Rettern die Einsatzziele direkt aufs Navigationssystem geschickt werden.

m Was hat die neue Leitstelle gekostet und wer zahlt die Rechnung?

Die Investitionskosten betragen 11,5 Millionen Euro. 7,4 Millionen davon wurden für die technische Ausstattung ausgegeben. 4,3 Millionen kommen vom Land Sachsen, 700 000 Euro zahlt die Stadt Dresden, 800 000 Euro die beiden Landkreise, 5,7 Millionen Euro die Krankenkassen.

m Warum konnte die moderne Leitstelle jahrelang nicht genutzt werden?

Es gab Probleme bei der Softwareentwicklung. Zudem spielten die Probleme bei der Einführung des Digitalfunks eine Rolle.

m Wird die Softwareentwicklungsfirma in Regress genommen?

Offensichtlich nicht. Es sei "ein vernünftiges Verfahren gefunden" worden, so Ulbig. Man habe einen "Ausgleich zwischen mangelhaft erfüllten Aufgaben und neuen Anforderungen, die vorher nicht Bestandteil des Vertrages waren", aber erforderlich geworden seien, gefunden.

m Durch die Verzögerung der Inbetriebnahme der neuen Leitstelle entstanden der Stadt Dresden Mehrkosten. Warum, wieviel und wer zahlt die?

Mehrkosten entstanden nicht nur durch nicht vorgesehene Investitionen in Klimatisierung und Technik der alten Leitstelle, um diese am Laufen zu halten. In der neuen Leitstelle liefen in den vergangenen drei Jahren auch Heizungs- und Energiekosten auf, mussten Wartungsverträge für die Technik, Lizenzen für Datenbanken u.a. mehr gezahlt werden. Die "Vorhaltekosten" summieren sich auf 1,5 Millionen Euro. Da gibt es Gesprächsbedarf mit den Landkreisen und dem Freistaat, so Sittel.

m Wann werden die Leitstellen in Pirna, Dippoldiswalde, Meißen und Riesa in die neue Großleitstelle integriert?

"Pirna am 30. Januar 2014, Dippoldiswalde am 30. April", so Dresdens Zweiter Bürgermeister Detlef Sittel (CDU). "Riesa und Meißen sollen bis Ende 2014 folgen."

m Entfallen durch die Zusammenlegung der Leitstellen Arbeitsplätze?

Nein. Die Mitarbeiter aller Leitstellen werden übernommen. Noch sind die 32 Disponenten und Disponentinnen aus Dresden unter sich. Am Ende werden es 64 sein, zuzüglich vier Lagedienstführer. Gearbeitet wird in Zwölf-Stunden-Schichten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.10.2013

Catrin Steinbach

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