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Polizeiticker Staatsministerinnen verurteilen Tat - erste Zeugenaussagen
Dresden Polizeiticker Staatsministerinnen verurteilen Tat - erste Zeugenaussagen
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15:48 11.01.2018
Symbolfoto  Quelle: dpa
Dresden

 Unfassbarer Angriff am Merianplatz in Gorbitz: Am Dienstagnachmittag ist am Merianplatz, an der Haltestelle der Straßenbahnlinie 7, Hatz auf eine Äthopierin gemacht worden. Unbekannte hatten die 19-Jährige erst beschimpft und dann einen großen schwarzen Hund von der Leine gelassen. Der stürzte sich auf die junge Frau. Als sie sich wehrte, biss er zu. Die Nordafrikanerin erlitt leichte Verletzungen und einen Schock. Erst als bislang unbekannte Zeugen sich einschalteten, rief die Hundebesitzerin das Tier zurück. „Einen Hund auf eine 19-jährige Frau zu hetzen und dabei zuzusehen, wie dieser sie verletzt, ist ein abscheuliches Maß an Brutalität, das ich scharf verurteile. Wer so etwas tut ist ein gefährlicher Verbrecher, der gefasst und verurteilt werden muss. In Gorbitz leben seit Jahren Geflüchtete und Anwohner friedlich miteinander zusammen. Dieses Zusammenleben gilt es zu verteidigen und die ausländerfeindlichen Angriffe Einzelner aufs Schärfste zu verfolgen“, erklärte Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD).

Auch Integrationsministerin Petra Köpping verurteilte den Angriff. Trotzdem gebe es in Sachsen keine No-Go-Areas für Menschen mit Migratiosnhintergrund. "Die umstehenden Menschen, die den Angriff gesehen haben, haben ja eingegriffen, sich eingemischt und eben nicht weggesehen. Prävention ist wichtig, Erklären, wo die Geflüchteten her kommen, was man tun kann als Bürgerin und Bürger, um zu unterstützen", erklärt Köpping. Darüber hinaus müssten laut der Ministerin auch positive Beispiele einer gelungenen Integration gezeigt werden.

Nach der vermutlich rassistischen Hunde-Attacke haben sich nun zwei Zeugen bei der Polizei gemeldet. Zum Inhalt ihrer Aussagen würden jedoch keine Angaben gemacht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Lorenz Haase, am Donnerstag. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung dauerten an.

Das Polizeiliche Extremismus und Terrorismus Abwehrzentrum hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 4 83 22 33 zu melden.Von Barbara Stock

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