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Polizeiticker Dresden Mordfall Anneli – Urteile gegen Täter sind rechtskräftig

Staatsanwaltschaft Dresden Mordfall Anneli – Urteile gegen Täter sind rechtskräftig

Das Urteil im Fall der im August 2015 entführten und ermordeten Anneli ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revisionen der Beschuldigten Norbert K. und Markus B. mit Beschluss vom 27. Juni als unbegründet verworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Montag mit.

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Symbolbild.

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden/Klipphausen. Das Urteil im Fall der im August 2015 entführten und ermordeten Anneli ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof habe die Revisionen der Beschuldigten Norbert K. und Markus B. mit Beschluss vom 27. Juni als unbegründet verworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Dresden am Montag mit. Das Landgericht Dresden hatte die beiden Täter am 5. September 2016 wegen des Mordes in Tateinheit mit erpresserischem Menschenraub mit Todesfolge schuldig gesprochen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Der Bundesgerichtshof hat ausgeführt, dass die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsbegründungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat. Der Haupttäter Markus B. war zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Bei ihm stellte die Kammer eine besondere Schwere der Schuld fest, die eine – sonst nach 15 Jahren mögliche – Vollstreckungsaussetzung ausschließt.

Den Angeklagten Norbert K. verurteilte das Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und sechs Monaten. Bei ihm war die Kammer von einer Begehung des Mordes durch Unterlassen ausgegangen, eine aktive Beteiligung an der Tötungshandlung selbst hatte die Kammer nicht festgestellt. Weiter hatte die Kammer die Strafe auch deshalb gemildert, weil der Angeklagte durch ein frühzeitiges Geständnis wesentlich zur Aufklärung der Tat beigetragen hatte.

Die beiden Täter hatten die damals 17-Jährige bei einem Spaziergang in ihrem Wohnort Klipphausen entführt und in einen Hof in Lampertswalde gebracht. Sie wollten auf diese Weise ein Lösegeld von 1,2 Millionen Euro von Annelis Vater, einem Unternehmer, erpressen. Offenbar aus Angst, von der Gymnasiastin erkannt zu werden, erdrosselten die Täter die 17-Jährige, obwohl die Eltern die Lösegeldzahlung zugesagt hatten. Ermittler der Polizei konnten Tage später nur noch ihre Leiche bergen. Der Fall hatte in der Region und bundesweit für große Anteilnahme gesorgt. Anfang 2016 gründeten die Eltern die Anneli-Marie-Stiftung, die Familien und Jugendliche unterstützen soll, die traumatische Erfahrungen erleiden mussten.

Von uh

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