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Polizeiticker Kriminalität in Sachsen auf Vorjahresniveau: Mehr Drogendelikte – weniger Autoklau
Dresden Polizeiticker Kriminalität in Sachsen auf Vorjahresniveau: Mehr Drogendelikte – weniger Autoklau
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20:39 09.09.2015
Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU). Quelle: André Kempner

Die Aufklärungsquote sank von 55,4 auf 54,8 Prozent. Während die Beamten bei Autodiebstählen und Wohnungseinbrüchen Erfolge vermelden können, stieg die Zahl der Drogendelikte weiter an.

9408 Drogenfälle gab es in Sachsen, gut 500 mehr als ein Jahr zuvor. Besorgniserregend sei der Anteil, den die Modedroge Crystal daran habe, sagte Ulbig. Mehr als die Hälfte der Delikte stehe mit dem synthetischen Rauschgift im Zusammenhang. Damit zusammenhängend sei auch die gestiegene Zahl von Einbrüchen zu betrachten. Hier stiegen die Fallzahlen vor allem bei Diebstählen aus Kellern oder Dachböden, für Ulbig ein Zeichen für Beschaffungskriminalität.

Trotz der gestiegenen Zahlen zeigte sich der Minister optimistisch. Der Anstieg der Drogenfälle sei vor allem auf die verstärkten Kontrollen zurückzuführen. „Der Anstieg zeigt unsere verstärkten Bemühungen bei der Bekämpfung von Crystal, denn Verstöße werden hauptsächlich durch polizeiliche Tätigkeit aufgedeckt“, sagte Ulbig.

Positive Nachrichten vermeldet der Minister beim Thema Wohnungseinbrüche. Hier sank die Zahl der Fälle um 5,7 Prozent. Laut Ulbig liege dies vor allem daran, dass die Bewohner ihre Objekte immer besser schützen. Auch den Autodiebstahl konnte die Polizei zurückdrängen. 3344 Fälle registrierte die Polizei im vergangenen Jahr, ein Minus von rund 10 Prozent. Vor allem in Dresden und Leipzig konnten sich die Beamten über erfolge freuen. In der Landeshauptstadt sanken die Fallzahlen um ein Drittel, in Leipzig um 10 Prozent. „Die spezifischen Kontrollen landesweit zeigen erste positive Tendenzen. Daran müssen wir anknüpfen“, so der Minister.

Auch im Bereich Grenzkriminalität sei die Polizei auf dem richtigen Weg. Rechne man Verstöße gegen das Asylgesetz oder Aufenthaltsgesetze heraus, lägen die Fallzahlen unter denen aus Zeiten vor der Öffnung der Grenzen. Künftig soll die Grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den tschechischen und polnischen Kollegen noch weiter ausgebaut werden, kündigte das Ministerium an.

Genaue Zahlen für Dresden und Umgebung wil die Polizei am Donnerstag bekannt geben.

sl

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