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Polizeiticker Kontrollen für mehr „Durchblick“ – Polizei Dresden testet Autos und Fahrer auf Wintertauglichkeit
Dresden Polizeiticker Kontrollen für mehr „Durchblick“ – Polizei Dresden testet Autos und Fahrer auf Wintertauglichkeit
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23:30 09.09.2015

Neben den richtigen Reifen und der richtig eingestellten Beleuchtung ging es auch um die Frage, wie sorgfältig man sein Auto vom Schnee befreien muss.

Zur frühen Stunde mussten die Beamten zahlreiche Autos zum Anhalten zwingen. Denn das Freikehren des Autos und das Freikratzen der Scheibe hatte sich mancher Autofahrer vor dem Einsteigen offensichtlich gespart. Ein „Guckloch“ freimachen und dann auf die Lüftung vertrauen, beschreibt Volker Groschupft, Chef der Verkehrsüberwachung bei der Polizeidirektion Dresden, dieses weit verbreitete Verhalten. Es reiche nicht aus, mit dem Scheibenwischer das Sichtfeld freizuwischen, so Groschupf. Die gesamte Windschutzscheibe muss freigeräumt werden. Und auch Motorhaube und Dach müssen gekehrt werden, damit der Fahrer selbst oder auch andere Verkehrsteilnehmer den Schnee nicht doch plötzlich vor Augen hat.

Nicht alle Autofahrer hielten sich daran. „Ich bin vor zwei Minuten losgefahren“, ärgerte sich beispielsweise Andreas Palusczyk ein wenig, der von den Ordnungshütern gebeten wurde, die Windschutzscheibe seines Autos gründlicher vom Eis zu befreien, als er es zuvor gemacht hatte. Dabei hatte er wie viele andere Glück. Wessen Auto nicht unter Schnee begraben war, erhielt lediglich eine Verwarnung statt der möglichen 10 Euro Bußgeld.

„Kostet das Geld?“, wunderte sich beispielsweise die 25-jährige Anna Wiegelmann, auf deren Opel mehrere Zentimeter Schnee lagen. Auch sie musste Aussteigen und Kehren. „Ich wollte eigentlich extra früh im Büro sein“, nahm es eine andere Dresdnerin locker. Auf sie wartet jetzt allerdings eine Fahrt in die Werkstatt. Ein kaputtes Abblendlicht und einen regelrechten Eispanzer vor dem Autoscheinwerfer bemängelten die Polizisten.

Andere Autofahrer wurden mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt. Denn die Winterkontrolle nutzten die Beamten auch, um Temposünder zu erwischen. Die meisten hielten sich allerdings an die „30“ auf dem rutschigen Kopfsteinpflaster, auch weil sich die Kontrolle offenbar schnell unter den Autofahrern herumgesprochen hatte. Lediglich ein paar schwarze Schafe wurden erwischt. Der „Schnellste“ mit 21 Km/h zu viel.

Es sei eine ruhige Kontrolle gewesen, beurteilte Volker Groschupf den morgendlichen Einsatz, an dem acht Beamte beteiligt waren. Das wichtigste seien dabei nicht die Strafen, sondern der erzieherische Effekt. „Ein Gespräch hilft manchmal mehr als jede Sanktionsmaßnahme“, so der Polizeihauptkommissar.

sl

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