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Knapp 27 800 Einsätze – Dresdner Feuerwehr hat mehr zu tun

Jahresbilanz Knapp 27 800 Einsätze – Dresdner Feuerwehr hat mehr zu tun

Genau 27 791 Mal musste die Dresdner Feuerwehr 2017 ausrücken. Die Zahl der Einsätze stieg damit leicht um 0,7 Prozent an. Das hat vor allem eine Ursache.

Unter anderen an der Gompitzer Straße hat Sturmtief Herwart die Dresdner Feuerwehr beschäftigt.
 

Quelle: Tino Plunert/Archiv

Dresden.  Die Feuerwehr hat in Dresden mehr zu tun. Die Kameraden wurden 2017 zu 27 791 Einsätzen gerufen, 188 mehr als im Jahr 2016. Dieser Anstieg lässt sich auf vor allem auf eines zurückführen: Die Anzahl der technischen Hilfsleistungen ist auf 5714 gestiegen, eine Steigerung um 22,4 Prozent. Die Zahl der Brände ist dagegen deutlich zurückgegangen, von 820 auf 735, wobei es anders als im Vorjahr jedoch einen Brandtoten zu beklagen gibt. Und auch die von der Feuerwehr betriebenen Rettungswagen mussten mit 20 269 etwas weniger ausrücken als noch 2016. Das passt zum gesamten Einsatzaufkommen aller Dresdner Rettungsdienste, das von 149 040 im Jahr 2016 auf 147 831 Einsätze sank.

Es gibt vor allem zwei Gründe dafür, dass die Feuerwehr 2017 häufiger wegen technischer Hilfsleistungen gerufen wurden, wie Andreas Rümpel, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes erläutert. „Im Frühjahr hatten wir es mit der Vogelgrippe zu tun“, erläutert er, warum 721 Tierkadaver im Jahr 2017 beseitigt werden mussten, fast drei Viertel mehr als noch im Vorjahr. Die Sturmschäden nahmen gar um fast 600 Prozent zu, von 79 auf 551. Im Sturmtief Herwart, das Ende Oktober über Dresden zog, gibt es dafür einen Hauptverantwortlichen: Er allein hat laut Statistik 340 Sturmschäden verursacht.

Mehr Fehlalarme

Fünf Großbrände hat es 2017 gegeben und damit genauso viele wie im Vorjahr. Die Abfallverbrennungsanlage am Hammerweg ist allein für zwei dieser Brände verantwortlich. Ansonsten sind in allen Kategorien, in denen die Feuerwehr Brände erfasst, die Zahlen rückgängig.

Dass die Kameraden dennoch 1781 Mal wegen eines Feueralarms ausrücken müssten, nur 20 Mal weniger als noch 2016, liegt vor allem an der Zunahme der Fehlalarme. Ihre Zahl ist von 981 auf 1045 gestiegen, wobei der Großteil auf Brandmeldeanlagen zurückgeht. Rümpel spricht von etwa 1000 Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet, die Meldungen von 800 laufen direkt bei der Feuerwehr ein. Für ihn besonders erfreulich: Die Freiwilligen Feuerwehren wachsen.

609 Kameraden bedeuten 37 mehr als noch vor einem Jahr. Die meisten Einsätze unter den Ehrenamtlichen fährt die Freiwillige Feuerwehr Niedersedlitz mit 502 vor Kaitz (398) und Gorbitz (293). Um die Kameraden nicht zu überlasten, denkt man über einen neuen Zuschnitt der Ausrückegebiete nach. Insbesondere das von Niedersedlitz falle sehr groß aus, meint Rümpel.

Von Uwe Hofmann

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