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Polizeiticker Kinder im Gleis sorgen für Aufruhr
Dresden Polizeiticker Kinder im Gleis sorgen für Aufruhr
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15:28 07.11.2018
Es ist verboten die Bahngleise zu betreten – Lebensgefahr! So lautet der Appell der Bundespolizei. Quelle: dpa
Dresden

Am Dienstag verständigte eine Zeugin am Haltepunkt Dresden-Pieschen die Bundespolizei, nachdem sie beobachtet hatte, wie mehrere Minderjährige im Schienenbereich herumliefen. Nachdem die Beamten eintrafen, befanden sich die Kinder laut Zeugenaussagen jedoch schon in der S-Bahn Richtung Hauptbahnhof.

Kurze Zeit später machten Bundespolizisten am Hauptbahnhof die Schüler jedoch mithilfe von Personenbeschreibungen ausfindig. Die drei Jungen im Alter zwischen 12 und 13 Jahren erhielten von den Polizeibeamten eine eindringliche Aufklärung über die drohende Lebensgefahr beim Betreten von Gleisanlagen. Im Anschluss holten die verständigten Eltern ihre Kinder auf der Polizeiwache ab. Zusätzlich statteten Präventionsbeamte den Klassenstufen der 12- und 13-Jährigen einen Besuch ab, um deren Mitschüler ebenfalls über Bedrohungen an Bahnanlagen aufzuklären.

Doch nicht nur Minderjährige sind anfällig für solche Leichtsinnigkeiten, wie der Fall einer 32-jährigen Deutschen am Bahnhof in Niederau nahe Meißen zeigt. Die Frau verharrte bereits vor dem Einfahren eines Zuges auf den Schienen und konnte erst durch alarmierte Bundespolizisten aus dem Gleisbett gebracht werden.

Nach eigenen Angaben wollte die Frau nach Verlust ihrer Wertsachen lediglich zurück nach Hause. Inwiefern das allerdings in Relation zu ihrer Sitzblockade im Gleis steht, ist fraglich. Und das Verhalten der 32-Jährigen bleibt nicht folgenlos, da sie verantwortlich für eine Streckensperrung, sechs verspätete Züge sowie einen Polizeieinsatz ist. Auch eine Anzeige wegen Vornahme einer betriebsstörenden Handlung hat sich die Dame eingehandelt.

Beide Fälle veranlassen die Dresdner Bundespolizei jüngst dazu, Kindern sowie Erwachsenen die Gefahren in und auf Bahnanlagen mit Nachdruck deutlich zu machen. Denn allzu oft wird die unmittelbare Bedrohung, die im Gleis lauert, heruntergespielt und durch fadenscheinige Argumente untermauert. So bekommen Beamte immer wieder zu hören, dass der Fahrplan bekannt sei und man den Zug von Weitem hören könne.

Allerdings ist es grundsätzlich verboten, die Bahngleise zu betreten, so die Aussage der Polizei. Gründe dafür gibt es genug. Denn anders als Autos können Züge Hindernissen nicht ausweichen und haben einen Bremsweg von bis zu einem Kilometer, um vollständig zum Stehen zu kommen. Das Ganze bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 km/h bei Schnellzügen.

Mehr Informationen zum diesem Thema befinden sich auf www.bundespolizei.de in der Rubrik Sicher im Alltag / Sicher auf Bahnanlagen.

Von MH

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