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Keine Angst auf dem Dresdner Striezelmarkt - Besucher fühlen sich sicher

Keine Angst auf dem Dresdner Striezelmarkt - Besucher fühlen sich sicher

Mit den Händen krampfhaft die eigene Tasche umklammern, den Blick immer auch nach hinten richten und bloß keinen Alkohol von fremden Personen annehmen - nach den Horrornachrichten von vergifteten Weihnachtsmarktbesuchern in Berlin könnte der Striezelmarktbesuch in Dresden von einem unguten Gefühl bezüglich der eigenen Sicherheit getrübt werden.

Von Christin Grödel

Befragt man die Besucher, ist aber das Gegenteil der Fall: Die Mehrheit fühlt sich sicher und lässt sich die besinnliche Stimmung nicht vermiesen.

Großen Anteil an diesem Sicherheitsgefühl hat die ständige Präsenz der Dresdner Polizei. Seit dem 24. November hat die Striezelmarktwache in Form einer mobilen Polizeiwache an der Ecke Wilsdruffer Straße ihre Arbeit aufgenommen. "Entsprechend der Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes können sich Besucher täglich an uns wenden", erklärt Polizeikommissar Jörg Weickert. Pro Tag kommen bis zu 16 Beamte, zivil und uniformiert, zum Einsatz. Ihre Aufgabe ist es, den Striezelmarkt und die angrenzenden Märkte im Bereich des Neumarktes im Auge zu behalten.

Und dieses Konzept trägt Früchte: Eine Woche nach Eröffnung des Marktes wurden trotz der enormen Besucherzahlen lediglich zehn Straftaten registriert, darunter acht Taschendiebstähle. Den Einsatz einer Überwachungskamera kann die Polizei jedoch nicht bestätigen. Zwar gibt es eine Kamera, die von einem angrenzenden Balkon auf den Striezelmarkt zeigt, deren Bilder finden aber ausschließlich für den Livestream der Striezelmarkt-Seite im Internet Verwendung.

Dennoch ist das Sicherheitsgefühl der Besucher groß. "Das Polizeiauto ist ja gleich in der Nähe", zeigt sich Familie Nobst aus Dresden gut umsorgt. Ob es auf dem Markt voll war oder nicht, schlechte Erfahrungen hätten sie bisher nie gemacht. Auch Claudia und Wolfgang Bodem haben kein ungutes Gefühl beim Schlendern über den Markt. Sie sind gestern aus Kamenz angereist, um sich den Striezelmarkt und den Mittelalter-Markt im Stallhof anzuschauen. "Wir sind generell keine ängstlichen Menschen und sehen alles positiv und gelassen", erzählt Claudia Bodem.

"Auf dem Striezelmarkt fühle ich mich sicher", urteilt Daniela Glodny. Sie kam im Rahmen einer Klassenfahrt gestern von Cottbus nach Dresden und kennt auch die Märkte in Berlin. "Der Unterschied zwischen diesen beiden Städten ist groß. In Berlin trägt man die Tasche immer vorn, aus Angst, dass jemand etwas klaut. Aber hier habe ich überhaupt kein ungutes Gefühl", erzählt die Schülerin.

Ein bisschen aufpassen müsse man aber schon. Dieser Meinung ist Christian Franz aus Radebeul. "Ich habe hier keine Probleme, aber ganz sorglos sollte man nicht sein und immer ein wenig rückwärts gucken", beschreibt der Rentner. "Wir möchten überhaupt nicht darüber nachdenken, dass hier so etwas passieren könnte wie in Berlin. Diesen Gedanken schieben wir ganz nach hinten", sagt Familie Dörner aus Meißen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.12.2011

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