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Polizeiticker Jugendliche Bombenattrappenbauer müssen Sozialstunden leisten
Dresden Polizeiticker Jugendliche Bombenattrappenbauer müssen Sozialstunden leisten
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17:14 06.11.2018
Thoralf H. und Paul T. (r.) haben mit einer Bombenattrappe den Hauptbahnhof Dresden lahmgelegt. Quelle: Daniel Förster
Dresden

Zwei junge Bombenbastler müssen Sozialstunden leisten. Das Amtsgericht Pirna sah es als erwiesen an, dass die beiden 21-Jährigen den Dresdner Hauptbahnhof im Herbst 2016 mit einer Bombenattrappe absichtlich lahmgelegt hatten. Beide wurden wegen der „Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ zu je 80 Sozialstunden und einer Geldstrafe in Höhe von 800 Euro verurteilt.

Die Bombenattrappe fand sich auf einem Mülleimer auf einem Bahnsteig im Hauptbahnhof. Quelle: Daniel Förster

Am 27. Oktober 2016 hatte ein auf dem Mülleimer eines Bahnsteiges abgelegter Gegenstand im Hauptbahnhof für Aufsehen gesorgt. Die mit einem braunen Paketband umwickelte Röhre sah verdächtig nach einem Sprengsatz aus. In schwarzer Farbe war auf ihr ein durchgestrichenes Hakenkreuz und arabische Schriftzeichen zu erkennen. Die Polizei musste vom Schlimmsten ausgehen und nahm den Ernstfall an. Ein großer Bereich des Bahnhofes wurde gesperrt, Züge gestoppt. Spezialisten vom Kampfmittelräumdienst rückten an.

Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der angebliche Bombe um eine Attrappe, gebaut von den beiden damals 19-jährigen Dresdnern. Sie hatten, unter Einfluss von Drogen und schwer betrunken, eine Plastedose mit Brausepulver gefüllt, umhüllt, beschriftet und an dem Bahnsteig deponiert – offenbar als einen schlechten Scherz. Bei der Verhandlung vor dem Jugendschöffengericht zeigten sich die beiden Angeklagten geständig. Das Gericht sah denn Tatbestand der Anklage als erfüllt an und verurteilte die Bomben-Bastler nach Jugendstrafrecht. Dabei sprach eine günstige Sozialprognose für die jungen Männer, die bereits vorbestraft sind.

Von Daniel Förster

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