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Internet-Betrüger zu Haftstrafe verurteilt

300.000 Euro ergaunert Internet-Betrüger zu Haftstrafe verurteilt

Wegen schweren Betruges in 96 Fällen hat das Dresdner Landgericht einen Mann am Mittwoch zu sechs Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er mit sogenannten Fakeshops und erfundenen Kapitalanlagen im Internet knapp 300.000 Euro ergaunerte.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Dresden. Wegen schweren Betruges in 96 Fällen hat das Dresdner Landgericht einen Mann am Mittwoch zu sechs Jahren und zwei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er mit sogenannten Fakeshops und erfundenen Kapitalanlagen im Internet knapp 300.000 Euro ergaunerte. Er hatte zum Prozessauftakt ein Geständnis abgelegt. Die Vorsitzende Richterin sprach von Gier - beim Angeklagten und den Geschädigten, die blind gegenüber den unrealistischen Renditen waren. Der Mann stammt aus Herzberg in Brandenburg und lebte zuletzt in Brasilien.

Der 28-Jährige soll schon 2011 bei Ebay Handys, Kameras und Laptops verkauft und nicht geliefert haben. Als die Sache zu heiß wurde, setzte er sich nach Südamerika ab. Von dort aus habe er online Tablets und Smartphones angeboten und ohne Gegenleistung kassiert. 2013 soll er mit einer erfundenen Gesellschaft und Kapitalanlagen von fünf Kunden rund 250 000 Euro erbeutet haben.

Der bereits vorbestrafte Angeklagte, der eine Malerlehre abbrach und 2011 nach Dresden zog, war im Herbst 2015 in Recife verhaftet worden. Ende 2016 wurde er ausgeliefert. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er mit dem Geld sein Leben in Brasilien finanzierte. Sie hatte sieben Jahre Haft gefordert, die Verteidigung die Hälfte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Und es gibt eine neue Anklage gegen den Mann in Detmold (Nordrhein-Westfalen) - wegen Fakeshops.
dpa

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