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Polizeiticker Hohe Beamtin attackiert in Dresden Fahrkartenkontrolleur
Dresden Polizeiticker Hohe Beamtin attackiert in Dresden Fahrkartenkontrolleur
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18:46 29.03.2018
Quelle: DNN-Archiv, Roland Halkasch
Dresden

Für eine Stundenfahrt mit der Straßenbahn zahlt man in Dresden 2,30 Euro, für eine 4er-Karte für Kurzfahrten, mit der man maximal 4 Stationen fahren kann, 5,50 Euro. Petra D. kostet ihre Bahnfahrt am 19. August 2016 nun einige Tausend Euro, plus die Kosten für ihre Anwältin, eine Verhandlung am Amtsgericht und eine Menge Ärger. Das hätte die 55-Jährige wesentlich preiswerter haben können, hätte sie sich besser benommen.

Sie war in der Linie 13 kontrolliert worden, hatte aber nur eine 4er-Kurzfahrkarte dabei, mit der sie schon zu lange unterwegs war. Die Dame benahm sich nicht ladylike, wurde laut und machte falsche Angaben zu ihrer Person. Als das Trio am Straßburger Platz ausstieg, eskalierte die Situation. Petra D. wollte weglaufen, wurde festgehalten und wurde daraufhin beleidigend. Laut Anklage hat sie den 48-jährigen Kontrolleur bespuckt, nach ihm getreten und ihm zwei Faustschläge ins Gesicht verpasst haben.

Die Angeklagte schilderte die Sache anders. Sie habe nur vier Stationen bis zum Rosa-Luxemburg-Platz fahren wollen. „Dann kamen die Kontrolleure, ich habe lange in meiner Tasche nach der Fahrkarte gesucht und musste mit ihnen weiterfahren, deshalb war die Fahrzeit überschritten“, erzählte die Beamtin. „Ich habe ihn vielleicht gekratzt, da mein Arm durch seinen Griff schmerzte, aber nicht angespuckt, getreten oder geschlagen.“

Das stimmt allerdings nicht ganz. Die Angeklagte wurde zwischen Dürerstraße und Benno-Gymnasium kontrolliert, da hatte sie ihre vier Haltestellen lange abgefahren. Außerdem, so der Kontrolleur wird kein Fahrgast gezwungen in der Bahn zu bleiben. „Wir steigen, wenn es gewünscht wird, mit aus, um die Sache draußen zu klären.“ Der 48-Jährige wusste gestern noch genau, dass die Frau ihn beleidigt, bespuckt, getreten und wohl auch gebissen hat, was er bei der Polizei nicht angegeben hatte, – an die Faustschläge hatte er keine konkreten Erinnerungen.

Auch wenn es die nicht gegeben haben sollte, die Oberregierungsrätin hatte keinen gültigen Fahrschein, hat gelogen und sich daneben benommen. Aber es war wohl ein einmaliger Ausrutscher. Das Verfahren gegen sie wurde gegen eine Geldzahlung von 500 Euro an den Kontrolleur und 2500 Euro an den Verein „Jugend in Arbeit Dresden“ vorläufig eingestellt.

Von Monika Löffler

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