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Polizeiticker Glatteis in Dresden: Rettungsdienst im Dauereinsatz
Dresden Polizeiticker Glatteis in Dresden: Rettungsdienst im Dauereinsatz
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16:41 01.12.2018
Der gefrierende Regen hatte Fußwege in Straßen in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt (Symbolbild). Quelle: dpa
Dresden

Die Eisglätte hat am Sonnabendvormittag zahlreiche Dresdner „langgelegt“. Temperaturen um den Gefrierpunkt und der am Abend zuvor einsetzende Regen hatten die Straßen und Fußwege in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt. Wie die Feuerwehr mitteilte, musste der Rettungsdienst zwischen 7.30 Uhr und 10.30 Uhr neben den alltäglichen Einsätzen auch zu rund 40 Glätteunfällen ausrücken. Damit war das Einsatzaufkommen fast doppelt so hoch war wie gewöhnlich. Neben Knochenbrüchen und Prellungen versorgten die Retter auch etliche Kopfplatzwunden. Vor allem Radfahrer und Fußgänger waren gestürzt. „Der Überraschungseffekt ist nicht zu unterschätzen, wenn man früh vors Haus tritt und es ist glatt“, sagte Michael Katzsch von der Stabstelle des Brand- und Katastrophenschutzamtes. Ihm habe es selbst die Füße weggezogen, als er am Morgen zur Arbeit gehen wollte.

Systeme hochgefahren

Wegen der zahlreichen Glätteunfälle hatte die Feuerwehr Dresden sieben zusätzliche Rettungswagen in Dienst genommen. Die Feuerwehrleute steigen dann sozusagen auf feuerwehreigene Rettungswagen um, erläuterte Katzsch. Auch die Anzahl der besetzten Notruf-Annahmeplätze in der Integrierten Regionalleitstelle Dresden wurde erhöht. In solchen Situationen greifen Notfallpläne, die die Feuerwehr vorbereitet hat, so Katzsch.

Aktuell seien die Notaufnahmen der Krankenhäuser voll, ergänzte der Feuerwehr-Sprecher. Auch dort sei mehr Personal eingesetzt worden, um die vielen Patienten versorgen zu können.

Nachts vergleichsweise ruhig

In der Nacht zu Sonnabend seien zwar auch einige Einsätze wegen Glätte abzuarbeiten gewesen, so Katzsch, aber diese hätten gut abgefangen werden können. „Die Leute gehen ja erst früh vor die Tür.“

Polizei: Mehr Unfälle, aber vor allem Blechschäden

Auch die Polizei verzeichnete in der nacht zum Sonnabend und am folgenden Morgen mehr Unfälle als gewöhnlich. Allerdings seien sie meist ohne gravierende Verletzungen, sondern lediglich mit Blechschäden ausgegangen. Einige Fahrzeuge seien auch in Straßengräben gerutscht, so ein Sprecher des Lagezentrums. Genaue zahlen konnte er nicht nennen. Die nächtlichen Unfälle hätten sich vorrangig im ländlichen Raum ereignet, die Stadt Dresden sei so gut wie verschont geblieben. Am Samstagvormittag habe es noch Glätteprobleme auf einzelnen Abschnitten der Autobahnen gegeben.

Ostsachsen: Mehr als 100 Glätteunfälle

Auch in Ostsachsen hatten Fußgänger, Auto- und Fahrradfahrer mit dem spiegelglatten Untergrund zu kämpfen. In den Landkreisen Bautzen und Görlitz registrierte die Polizei von Freitagabend bis Sonnabendmittag über 100 Glatteisunfälle. Fahrzeuge kamen von der Straße ab, stellten sich quer, rutschten ineinander oder gegen andere abgestellte Fahrzeuge. Glücklicherweise blieb es meist bei Sachschäden. Bei drei Verkehrsunfällen erlitten Beteiligte leichte Verletzungen.

Auch einige kleinere kommunale Winterdienstfahrzeuge waren der Glätte nicht gewachsen und verunfallten auf den Rutschpisten, so die Polizei. Die Streudienste waren im gesamten Bereich pausenlos im Einsatz.

Von ttr

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