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Polizeiticker Gefahrguteinsatz in Dresden: Bis zu 300 Liter giftiges Desinfektionsmittel ausgelaufen
Dresden Polizeiticker Gefahrguteinsatz in Dresden: Bis zu 300 Liter giftiges Desinfektionsmittel ausgelaufen
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14:51 16.05.2018
Spezialisten des Umweltschutzzuges der Feuerwehr banden die ausgelaufene Lösung und pumpten die verbliebene Flüssigkeit in andere Behälter um. Quelle: Foto: Roland Halkasch
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Dresden

Ein Leck in einem Industriebehälter mit Gefahrgut hat am Mittwochvormittag zu einem Großeinsatz der Feuerwehr in der Albertstadt geführt. Bei einem Speditionsunternehmen an der Magazinstraße sind nach Angaben der Feuerwehr etwa 200 bis 300 Liter einer als giftig deklarierten und hochkonzentrierten Desinfektionslösung aus einem Tank ausgelaufen. Verletzt wurde niemand. Die Ursache ist noch unbekannt.

Zunächst sei gegen 10:30 Uhr bei einem Ladevorgang bemerkt worden, wie die Flüssigkeit aus dem Tank mit einem Fassungsvermögen von 1000 Litern tropfte. „Mitarbeiter haben den Industriebehälter dann auf dem Firmengelände separiert und per Gabelstapler zu einem Vorplatz gebracht. Dabei kam es zu dem unerwarteten größeren Austritt“, berichtete Feuerwehrsprecher Ralf Schröder.

Über der entstandenen Pfütze hätten sich Dämpfe gebildet, da die Lösung bei Luftkontakt mit Sauerstoff und Feuchtigkeit reagiert. Auch aufgrund des Geruchs gingen die Kameraden davon aus, dass sie es mit Chlorgas zu tun hatten. Das betroffene Gelände wurde deshalb evakuiert. Von den 25 Firmenmitarbeitern, die an dem Tag vor Ort waren, wurden neun vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht. Dies betraf auch die Kameraden eines ersten Erkundungstrupps der Feuerwehr. Ein Verdacht auf Atemwegsreizungen bestätigte sich nirgends.

Die rund 70 anwesenden Einsatzkräfte pumpten bei ihrem etwa vierstündigen Einsatz in Schutzanzügen und unter Atemschutz die verbliebene Flüssigkeit in andere Behälter um, banden die ausgelaufene Lösung und reinigten den beim Verladevorgang mit der Lösung verunreinigten Lkw.

Im Einsatz war die Feuerwehr unter anderem mit dem Rettungsdienst und dem Umweltschutzzug. „Eine Gefahr für die Umwelt hat zu keinem Zeitpunkt bestanden“, sagte Ralf Schröder. Vorsorglich sei die Stadtentwässerung informiert worden, doch deren Experten hätten keine Verunreinigungen des Kanalnetzes feststellen können.

Von Stefan Schramm

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