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Polizeiticker Fünf Jahre, sechs Monate für Totschlag
Dresden Polizeiticker Fünf Jahre, sechs Monate für Totschlag
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09:30 06.09.2018
Symbolbild Quelle: picture alliance / dpa
Dresden

Wegen Totschlags ist der 53-jährige Hassan Z. am Mittwoch vom Dresdner Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Der Algerier hatte am 15. Februar dieses Jahres einen Landsmann in dessen Wohnung auf der St. Petersburger Straße mit mehreren Messerstichen so schwer verletzt, dass dieser an den Folgen starb. Die Kammer ging von einem minderschweren Fall aus, da das Opfer den Täter provoziert hatte.

Die beiden Männer hatten sich vor 28 Jahren in Dresden kennengelernt und lebten seit etwa zehn Jahren in der Wohnung des Opfers. Anfangs sei alles gut gelaufen, betonte Hassan Z. vor Gericht. In jüngster Zeit habe es aber häufig Probleme und Streit mit seinem schwer kranken Mitbewohner gegeben, sagte der Angeklagte. Beide tranken ziemlich viel und stritten dann. Und so geschah es eben auch wieder an jenem verhängnisvollen Tag.

Als er von einem Barbesuch in der Neustadt nach Hause kam, sei er von dem 54-Jährigen mit einem Messer bedroht worden, erzählte Hassan Z. während der Verhandlung. „Er sagte, ich sollte meine Sachen nehmen und verschwinden. Ich weiß nicht, was mit ihm war. Dann kam er mit dem Messer auf mich zu.“ Es kam zu einem Gerangel und Hassan Z. stach auf den 54-Jährigen ein. Danach verließ er, selbst verletzt, die Wohnung. Zwei Tage nach der Tat ging er Zivilfahndern am Straßburger Platz ins Netz.

Die Polizei hatte sich intensiv mit dem Umfeld des Toten beschäftigt. Dadurch war Hassan Z. ins Visier der Ermittler geraten. Der 53-Jährige war nach eigenen Angaben 1990 mit einem Touristenvisum nach Deutschland gekommen. Sein 1992 gestellter Asylantrag war bereits 2006 endgültig abgelehnt worden. Er hatte daraufhin Aliasnamen beim Konsulat angegeben, um einer Abschiebung zu entgehen.

Von Monika Löffler

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