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Polizeiticker Fliegerbombe an der Bautzner Straße entschärft
Dresden Polizeiticker Fliegerbombe an der Bautzner Straße entschärft
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09:27 13.11.2015
Quelle: pfm
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Dresden

Eine 150-Kilo-Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg hat am Donnerstagabend in der Radeberger Vorstadt in Dresden für viel Aufregung und ein Verkehrschaos gesorgt. Am Vormittag war der Sprengsatz amerikanischer Bauart auf dem Gelände der einstigen Stasi-Zentrale an der Bautzner Straße bei Baggerarbeiten gefunden worden. Sofort wurde der Fundort gesperrt, das nächste Gebäude evakuiert.

Bei Bauarbeiten auf dem ehemaligen Stasi-Grundstück an der Bautzner Straße in Dresden ist am Donnerstagmittag eine Fliegerbombe gefunden worden. Der mutmaßliche Blindgänger wurde im Innenhof eines Grundstückes zwischen Fischhausstraße und Angelikastraße freigelegt.

Am Nachmittag begann die Polizei dann damit, das Gebiet weiträumiger zu sperren. So wurde die Bautzner Straße zwischen Waldschlösschen und Schillerstraße gesperrt, womit auch die Zufahrt zur Fischhausstraße zu war. Zwar blieb die Waldschlösschenbrücke offen, die Sperrung der wichtigen Verkehrsader inklusive Straßenbahn sorgte aber im Berufsverkehr für gigantische Staus. Vor allem Stauffenbergallee und Blaues Wunder waren überlastet.

Betroffen war von der Sperrung auch der öffentliche Personennahverkehr. 16.15 Uhr begannen die Dresdner Verkehrsbetriebe auf ihrer Internetseite, auf die Verkehrsstörungen durch den Bombenfund hinzuweisen. Zunächst wurde der Bus Linie 64 durch den Waldschlösschentunnel umgeleitet, an der Brücke hielt er nicht mehr. Als nächstes strich man die Buslinie 74 komplett. Die Linie 305 nach Radeberg kam nur bis zur Fischhausstraße. Die Straßenbahnen der Linie 11 nach Bühlau konnten lediglich bis Albertplatz fahren und wurden dann zur Haltestelle Hellersiedlung umgeleitet. Ersatzbusse nach Bühlau gab es nicht, an der Bombenfundstelle kamen auch sie nicht vorbei. Immerhin boten die DVB an, während der Störzeit die Standseilbahn mit Fahrkarten zum Normaltarif ohne Aufpreis zu nutzen.

18.30 Uhr begann die Polizei mit der Evkuierung einer Gebietes im Radius von 200 bis 800 Metern um den Fundort. Von Schloss Albrechtsberg bis zum Meisenberg zog sich die Evakuierungszone, rund 900 Anwohner waren betroffen.

Der rot umrandete Bereich wurde evakuiert.                Quelle: Polizei Dresden

Gegen 22 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen, zwei Wohnungen hatte die Polizei dabei öffnen müssen. Weitgehend sei die Evakuierung aber reibungslos verlaufen. Danach konnten Tino Arndt und Holger Klemig, die Experten vom sächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst, anrücken. 45 Minuten später dann Entwarnung: Der Sprengsatz ist entschärft. Die Anwohner durften in ihre Wohnungen zurückkehren.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst baute die beiden Zünder der Bombe aus. Sie wurde laut Polizei zur Entsorgung in die Kampfmittelzerlegeeinrichtung nach Zeithain gebracht. Mit der erfolgreichen Entschärfung der Bombe hatte die Dresdner Polizei alle Evakuierungsmaßnahmen sowie Straßensperrungen wieder aufgehoben. Die Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die zur Verfügung gestellte Ausweichunterkunft, die Turnhalle des Romain-Rolland-Gymnasiums an der Weintraubenstraße nutzten bis zu 104 Personen. Darunter befanden sich 47 Bewohner aus den Wohnheimen des Christlichen Sozialwerkes und der Lebenshilfe Dresden, die sich direkt gegenüber dem Bombenfundort befinden. Die Behinderten wurden mit Bussen zur Turnhalle gebracht. Dort kümmerten sich elf Betreuer der Wohnheime um sie. Des Weiteren kamen die fünf Gäste aus dem Hotel „Villa am Waldschlösschen“ temporär an der Weintraubenstraße unter. Die tierischen Patienten, die in der Tierklinik von Ingo Pfeil stationär aufgenommen sind, konnten dagegen laut Polizei vor Ort in der Fischhausstraße bleiben.

An dem Einsatz waren rund 200 Polizeibeamte sowie 78 Einsatzkräfte der Dresdner Feuerwehr und 34 Einsatzkräfte des Gemeindlichen Vollzugsdienstes beteiligt. Jeweils ein Vertreter der beiden Behörden hielt sich während des gesamten Einsatzes als Ansprechpartner für die behördenübergreifende Zusammenarbeit im Führungsstab der Dresdner Polizei auf. Darüber hinaus erhielt die Dresdner Polizei Unterstützung von der Sächsischen Bereitschaftspolizei, der Wasserschutzpolizei sowie dem Polizeiverwaltungsamt.

DNN

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