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Polizeiticker Feuerteufel von Dresden-Prohlis geschnappt
Dresden Polizeiticker Feuerteufel von Dresden-Prohlis geschnappt
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11:07 20.10.2017
Zuletzt brannte vor einer Woche ein Kinderwagen, der in einem Hausflur an der „Finsterwalder“ abgestellt war. Quelle: Foto: Archiv
Dresden

Aufatmen in Prohlis: Dresdner Ermittler haben den Serienbrandstifter festgenommen, der seit einem Jahr sein Unwesen an der Finsterwalder Straße getrieben hat. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, klickten am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr in Prohlis die Handschellen. Nach Überzeugung der Kriminalisten ist der 33-jährige Dresdner für insgesamt elf Brände verantwortlich, die sich alle in Mehrfamilienhäusern entlang der Finsterwalder Straße im Osten des Plattenbaugebiets ereigneten. Zum Glück wurden bei keiner der Taten Personen verletzt, allerdings haben sich hohe Sachschäden und Einsatzkosten angehäuft.

Begonnen hatte die Serie vor fast einem Jahr. In der Nacht zum 5. November 2016 soll der nun dingfest gemachte Feuerteufel in einem Hausflur ein abgestelltes Möbelstück angezündet haben. Starker Rauch zog gegen 2 Uhr nachts durch das Treppenhaus des Sechsgeschossers. Verrußungen und Brandschäden an der Eingangstür waren die Folge. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen. In der Nacht zum 25. November brannten ebenfalls gegen 2 Uhr Gegenstände in einem Keller, wodurch Fahrräder und die Beleuchtung beschädigt wurden. Damals suchte die Polizei nach Zeugen für die Tat.

In der Nacht zum 25. Juli 2017 brannte Papier in einem Treppenhaus an der „Finsterwalder“. Als die Einsatzkräfte der Wachen Altstadt, Striesen und Löbtau eintrafen, waren die Flammen bereits von alleine ausgegangen, das Treppenhaus war jedoch stark verraucht. Mit Hilfe der Spezialkräfte Umweltschutz der Wache Übigau wurde das Treppenhaus gelüftet. Zuletzt brannte in der Nacht zum vergangenen Sonnabend ein Kinderwagen, der in einem Treppenhaus an der Finsterwalder Straße abgestellt war (DNN berichteten). Er wurde komplett zerstört, auch in diesem Fall kam es zu starken Verrußungen im Haus.

Nach diesem Feuer ist den Ermittlern der entscheidende Durchbruch gelungen. Zuvor sei schwierig gewesen, dem Verdächtigen die Taten nachzuweisen, auch wenn der einschlägig als Brandstifter bekannte Mann schon seit Beginn der Serie im Fokus der Kriminalisten stand. Wie sich herausstellte, war der 33-Jährige kurz vor Ausbruch des ersten Feuers in die Nähe des Tatorts gezogen. Noch am Nachmittag nach der Festnahme erließ ein Ermittlungsrichter einen Haftbefehl. Ermittelt wird unter anderem wegen schwerer Brandstiftung.

Von Stefan Schramm

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