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Polizeiticker Falscher Alarm: Verdächtiger Brief löst Großeinsatz im Gerichtszentrum aus
Dresden Polizeiticker Falscher Alarm: Verdächtiger Brief löst Großeinsatz im Gerichtszentrum aus
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15:23 08.01.2018
Nach dem Fund eines verdächtigen Briefes ist es am Montagmorgen zu einem Großeinsatz am Dresdner Amtsgericht gekommen.   Quelle: Roland Halkasch
Dresden

Ein verdächtiger Brief hat einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst im Justizzentrum in Dresden ausgelöst. „Das Schreiben enthielt einen bedrohlichen Wortlaut, der darauf schließen ließ, dass es auf irgendeine Art kontaminiert ist“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Eine fühlbare Substanz oder ein Pulver hätten entgegen ersten Angaben nicht festgestellt werden können. „Eine akute Gefahr bestand nicht.“

Nach Angaben eines Gerichtssprechers war der Umschlag leer. Auf der Innenseite habe gestanden: „Sie haben sich jetzt infiziert.“ Der Sicherheitschef hatte daraufhin Alarm ausgelöst. Die am Montagmorgen in der Poststelle geöffnete Sendung wird nun kriminaltechnisch untersucht. Geforscht wird auch nach Spuren, die auf den Absender schließen lassen.

Nach dem Fund eines verdächtigen Briefes ist es am Montagmorgen zu einem Großeinsatz am Dresdner Amtsgericht gekommen.

Die Feuerwehr hatte zunächst von einer verdächtigen Substanz oder einem Pulver gesprochen. „Das stellte sich vor Ort etwas anders dar als vermutet“, sagte ein Sprecher am Mittag. Nach Polizeiangaben bestand keine Gefahr für die Beschäftigten des Justizzentrums. Sie konnten aufatmen. Neun Mitarbeiter, die die Post für Amts- und Landgericht bearbeiten, waren kurzzeitig in Quarantäne. „Sie hatten aber keinerlei Beschwerden.“

Im Einsatz waren vier Löschzüge der Feuerwehr, darunter der Umweltschutzzug und mehr als ein Dutzend Rettungswagen - insgesamt rund 100 Kräfte. Nach knapp drei Stunden rückten sie wieder ab.

Unbekannte hätten in der Vergangenheit mehrfach Briefe mit bisher harmlosen Substanzen wie Puderzucker oder Backpulver an Gerichte, Staatsanwaltschaften und andere Justizeinrichtungen geschickt, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. „Es wurde auch mal ein Pflasterstein in der Post gefunden.“ Für das vergangene Jahr sind vier solcher Vorfälle an Gerichten registriert, auch im Ministerium kam eine solche Sendung an. Der Hintergrund ist unklar.

dpa

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