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Polizeiticker Dresdner Polizei bleibt bei Videoüberwachung skeptisch
Dresden Polizeiticker Dresdner Polizei bleibt bei Videoüberwachung skeptisch
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17:00 16.08.2017
Dresdens Polizei bleibt beim Thema Videoüberwachung skeptisch. Quelle: dpa
Dresden

Während Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Mittwoch ein Projekt zur Videoüberwachung der Görlitzer Altstadt vorgestellt hat, bleibt Dresdens Polizei beim Thema Video skeptisch. Ein Einsatz von Überwachungskameras im öffentlichen Raum sei in der Landeshauptstadt nicht geplant, teilte Pressesprecher Thomas Geithner auf DNN-Anfrage mit.

Die Polizei hatte früher in Dresden zwei Kameras im Einsatz, eine auf der Prager Straße, eine Zweite in der Neustadt vor der Scheune. Beide sind seit Jahren abgebaut. Und es sei nicht geplant, neue Kameras aufzustellen.

Görlitz setzt auf Überwachung gegen Diebe

In Görlitz kämpft die Polizei vor allem mit Diebstahl, weswegen Innenminister Ulbig ein neues Konzept zur Kriminalitätsbekämpfung forderte und nun den Aufbau der Videoüberwachung fördert. Die Kameras sind aber nicht für die Bekämpfung alle Delikte geeignet.

Sinnvoll sind die Kameras als Abschreckung und als Beweismittel, sagt Thomas Geitner von der Dresdner Polizei. Zudem könne eine Kamera helfen, Konflikte zwischen Gruppen frühzeitig zu erkennen, so beispielsweise früher an der Scheune, wo es regelmäßig zu Streitereien kam.

Kameras am Wiener Platz nicht sinnvoll

An anderen Stellen stoße die Technik aber an Grenzen, beispielsweise bei Drogengeschäften, wie sie die Dresdner Ordnungshüter am Wiener Platz beschäftigen. Aufgrund von Datenschutzbestimmungen dürfen die Kameras nicht nah genug heranzoomen, um einen Drogendeal zweifelsfrei zu beweisen. Zudem, so Geithner weiter, müssen dann trotzdem noch Beamte vor Ort sein, um Dealer und Konsument sofort zu stellen. Daher setze die Polizeidirektion trotz verschiedener Forderungen nach Videoüberwachung darauf, die Einsatzkräfte gleich präsent vor Ort zu haben.

Zudem, so Geithner, könne Videoüberwachung immer nur ein Baustein von vielen sein. Sowieso müsse die Polizei vor Ort präsent sein und vor allem die Hintergründe und Hintermänner ermitteln. Ein Allheilmittel seien Kameras nicht.

Von S. Lohse

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