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Polizeiticker Dresden will dauerhafte Terrorabwehr an Plätzen
Dresden Polizeiticker Dresden will dauerhafte Terrorabwehr an Plätzen
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17:35 11.07.2018
Zum Striezelmarkt lässt die Stadt derzeit Nizzasperren am Altmarkt aufbauen. Künftig könnten dort dauerhafte Bauten für Sicherheit sorgen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Wichtige Plätze in Dresden brauchen eine dauerhafte Abwehr gegen Terroranschläge mit Fahrzeugen – dieser Ansicht ist nicht nur Polizeipräsident Horst Kretzschmar. Denn auch im Rathaus macht man sich dazu Gedanken, wie Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) auf Anfrage mitteilt. Die Mühlen der Verwaltung mahlen jedoch nicht so schnell, wie der Polizeipräsident das gern hätte. Er hatte in einem Treffen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Dienstag gefordert, dauerhafte Terrorsperren am Altmarkt, Neumarkt und Theaterplatz einzurichten.

Im Rathaus weiß man seit dem vergangenen Jahr von diesen Wünschen. Eine Begehung zum Beispiel auf dem Neumarkt habe es mit Polizisten bereits gegeben, sagt Straßen- und Tiefbauamtsleiter Reinhard Koettnitz. „Da wurde genau abgesprochen, wo die rote Linie ist.“ Nur ist der Weg zur Umsetzung offenbar ein weiter. Das Stadtplanungsamt untersuche dauerhafte Absperrungen, die die derzeit bei größeren Veranstaltungen regelmäßig zum Einsatz kommenden Nizzasperren ersetzen. „Dabei spielen neben technischen Parametern auch gestalterische Anforderungen eine Rolle, da wir uns mitten im Stadtzentrum in einem anspruchsvollen Umfeld bewegen“, sagt Schmidt-Lamontain. „Deshalb liegen die Lösungen nicht sofort auf der Hand“, bittet er um etwas Geduld.

Konkret sieht das Vorgehen so aus: Das Stadtplanungsamt lotet aus, was an den jeweiligen Orten möglich ist. Polizeipräsident hat ausdrücklich eine gestalterische Lösung in den Raum gestellt. Statt Pollern könnten Springbrunnen, Bänke oder Blumenkübel schützen, ohne die Innenstadt zu verunzieren. Ist ein Katalog „sicherheitstypischer Maßnahmen“ erstellt, werden diese in ein Gestaltungshandbuch aufgenommen. Auf dieser Grundlage kann dann das Straßen- und Tiefbauamt an die Arbeit gehen. Erstes Anwendungsfeld könnte der Altmarkt werden. Dort plant man derzeit ohnehin eine Umgestaltung, „mittelfristig“, wie es heißt. Dabei werde auch die Terrorabwehr bedacht.

Von Uwe Hofmann

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