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Polizeiticker Deutlich mehr Straftaten in Dresden – Polizeipräsident fordert Veränderungen
Dresden Polizeiticker Deutlich mehr Straftaten in Dresden – Polizeipräsident fordert Veränderungen
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20:33 09.09.2015
Dresdens Polizeipräsident Dieter Kroll (Archivbild) Quelle: Stephan Lohse

Vor allem der Diebstahl nahm rapide zu. Fast jede zweite Straftat ist ein Diebstahlsdelikt.

Vor allem die Zahl der Fahrraddiebstähle und Kellereinbrüche stieg an. Während die Polizei die gestiegene Zahl gestohlener Fahrräder auch darauf zurückführt, dass diese inzwischen häufiger angezeigt würden, werden die Diebstähle aus Kellern oder Dachböden in Zusammenhang mit der Drogenkriminalität gesehen. „Die Betäubungsmittelkriminalität steht immer in Wechselwirkung mit Beschaffungskriminalität. Gerade die Kellereinbrüche und Fahrraddiebstähle dienen der schnellen Geldbeschaffung und sind im Großteil der Beschaffungskriminalität zuzuordnen“, urteilt Polizeipräsident Dieter Kroll.

Die Zahl der Drogenstraftaten stieg ebenfalls deutlich an. 1890 Fälle registrierten die Beamten. Das sind rund 700 mehr als 2012. Kroll führt das vor allem auf die gestiegene Zahl von Kontrollen zurück. „Wir haben die Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität im vergangenen Jahr auf breitere Schultern verteilt und Bearbeitungszuständigkeiten auch auf die Polizeireviere ausgeweitet. Es ist daher kein Zufall, dass der deutliche Anstieg fast ausschließlich sogenannte Konsumentendelikte betrifft, also im Regelfall den Besitz von Kleinstmengen an Drogen“, so der Polizeipräsident. Insgesamt wurden 13,8 Kilogramm Haschisch, rund 6,2 Kilogramm Marihuana und etwa 1,5 Kilo Crystal sichergestellt.

Gute Nachrichten gibt es lediglich im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte, hier sank die Zahl der Straftaten um rund 400. Zudem sank die Zahl der Autodiebstähle deutlich. Dank der großflächigen Einsätze der Beamten, vor allem bei den Helios-Fahndungen, ging der Autoklau um etwa ein Drittel zurück und liegt jetzt unter den Werten von 2011.

 Zufrieden zeigte sich Polizeichef Kroll jedoch nicht. Denn die Kriminalität konzentriere sich immer weiter auf die Großstädte. So ging die Zahl der Straftaten im Landkreis Meißen um rund 10 Prozent zurück. Diebstähle, Rauschgift, Autoklau, überall vermelden die Beamten hier Erfolge. Im Landkreis Pirna sorgte lediglich die Zunahme an Aufenthaltsverstößen in Grenznähe für einen Zuwachs, ansonsten gingen die Fallzahlen auch hier leicht zurück.

Kroll regt daher an, die Prioritäten innerhalb der Polizei neu zu sortieren: „Mithilfe der vorliegenden Daten werden wir in den nächsten Wochen entscheiden müssen, ob und in welcher Form wir uns in einzelnen Bereichen neu organisieren müssen. Dabei geht es beispielsweise um Bearbeitungszuständigkeiten aber auch eine Umverteilung bestehender Ressourcen.“

sl

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