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Polizeiticker Dank Infinus-Effekt – Dresden zu Kriminalitätshochburg gestempelt
Dresden Polizeiticker Dank Infinus-Effekt – Dresden zu Kriminalitätshochburg gestempelt
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17:36 22.04.2018
Symbolbild. Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Dresden ist Kriminalitätshochburg. Zumindest wenn es nach der Zeitschrift „Welt am Sonntag“ geht, deren Berichterstattung zahlreiche Medien aufgegriffen haben. Sie führt das sonst als sicher geltende Dresden in der Rangliste der „unsichersten Städte 2017“ plötzlich an vierter Stelle und verweist dabei auf amtliche Zahlen. Nur in Frankfurt am Main, Hannover und Berlin würden mehr Straftaten pro 100 000 Einwohner begangen.

Dramatische Zustände in Elbflorenz also? Eher ein Statistikfehler, wie beim genauen Hinsehen deutlich wird. Denn Dresdens Polizeiliche Kriminalitätsstatistik 2017 befindet sich „gehörig in Schieflage“, wie Polizeipräsident Horst Kretzschmar bereits Ende März bei Veröffentlichung des Zahlenwerks kommentierte. Grund ist das Verfahren gegen die Dresdner Infinus-Gruppe, das sich 2017 mit 23 626 Fällen in der Statistik als Einmaleffekt niederschlug. Zum Vergleich: Dresdens Statistik weist ohne den Infinus-Effekt genau 54 784 Straftaten aus, ein Rückgang um 6,6 Prozent gegenüber 2016.

„Das hat mit einer realistischen Darstellung von Kriminalität nichts zu tun“, wetterte Kretzschmar vor Monatsfrist über diesen Infinus-Effekt. Er macht aus einem tatsächlichen Kriminalitätsrückgang, wie er 2017 in fast allen deutschen Städten zu verzeichnen war, einen rein statistischen Anstieg um ein Drittel. Die „Welt am Sonntag“ ist da weniger zimperlich und berechnet für Dresden eine sogenannte Häufigkeitszahl von 14 330, mit der die Landeshauptstadt sogar die ostdeutsche Kriminalitätsmetropole Leipzig (13 900) überholt. Tatsächlich liegt Dresden allerdings bei 10 012 Straftaten je 100 000 Einwohner, ein Rückgang um 75. Das langt in der Rangliste der „unsichersten Städte“ gerade noch so für Platz 18.

Von uh

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