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Polizeiticker Dresden Brandanschlag auf Patzelts Auto – Bekennerschreiben liefert keine Erkenntnisse

OAZ befürchtet keine weiteren Aktionen Brandanschlag auf Patzelts Auto – Bekennerschreiben liefert keine Erkenntnisse

Das Bekennerschreiben einer angeblichen „militanten Antifa“ zur Brandstiftung am Auto des Politikwissenschaftlers Werner Patzelt liefert den Ermittlern offenbar keine neuen Erkenntnisse, wie das Operative Abwehrzentrum (OAZ) mitteilt. Ähnliche Aktionen werden für Montagabend nicht erwartet.

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Symbolbild.
 

Quelle: dpa

Dresden. Das Ende vergangener Woche auf der Internetplattform Indymedia veröffentlichte Bekennerschreiben einer angeblichen „militanten Antifa“ zur Brandstiftung am Auto des Politikwissenschaftlers Werner Patzelt liefert den Ermittlern offenbar keine neuen Erkenntnisse. Auf der Plattform könne jeder veröffentlichen, wie er wolle, begründet Sprecherin Kathleen Doetsch vom Operativen Abwehrzentrum (OAZ). Wenn überhaupt, dann bestätige das Schreiben mit seinen Formulierungen lediglich die Einschätzung der Ermittler, dass es sich um einen politisch begründeten Angriff aus linksautonomen Kreisen handele. Das Auto des wegen seiner Analysen des islam- und asylfeindlichen Pegidabündnisses in linken Kreisen als „Pegidaversteher“ verschrieenen Patzelt brannte am Montag vergangener Woche - wenige Stunden nachdem eine Pegida-Demonstration auf dem Altmarkt und eine von der Rockgruppe „Die Toten Hosen“ unterstütze Gegendemo von „Nope“ auf dem Albertplatz zu Ende gegangen waren.

In der gleichen Nacht randalierte eine Gruppe von etwa 30 Personen in der Äußeren Neustadt. Dort war der Kiezclub das Ziel der vermummten Angreifer, die die Eingangstür und Scheiben mit Steinen bearbeiteten. Die Kneipe gilt in der linksautonomen Kreisen als rechter Treff, weshalb die Randale als „aggressive Sponti“ Zustimmung fand. So übrigens auch im angeblichen Bekennerschreiben der Brandstifter auf Patzelts Auto. Dass bei dem Aufmarsch mit Bengalofackeln auch drei Personen verletzt worden sind und ins Krankenhaus mussten, wird in derartigen Bekundungen nicht kommentiert.

Das OAZ hält sich aus ermittlungstaktischen Gründen sehr bedeckt. Ermittlungen in der linksautonomen Szene seien sehr schwierig, begründet Sprecherin Doetsch. Man wolle deshalb keinen Kenntnisstand verraten. So viel sagt sie aber doch: Dass der Überfall der 30 Vermummten spontan gewesen sein soll, halten die Ermittler für unwahrscheinlich. Die Gruppe war mit Transparenten und Bengalos vorbereitet.

„Nope“ äußert sich auf DNN-Anfrage nicht zu den Ereignissen. Sie beschatten den großen Erfolg der Pegida-Gegner, die durch das „Wohnzimmerkonzert“ der „Toten Hosen“ bundesweit Aufmerksamkeit für ihren Protest bekommen hatten, zu dem sonst montäglich zumeist um die 100 Teilnehmer kommen. Der Vorwurf, dass die 30 Randalierer mit einem „Nope“-Banner gelaufen seien, bleibt so im unkommentiert im Raum stehen.

Das OAZ sieht keine konkreten Hinweise auf den Zusammenhang beider Aktionen, schließt ihn bei seinen Ermittlungen aber auch nicht aus. Beruhigung dürfte folgende Einschätzung der Extremismus-Experten liefern: Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass sich am Montagabend ähnliche Aktionen wiederholen.

uh

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