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Boden gibt nach – Lkw bricht auf der Van-Gogh-Straße in Dresden-Hosterwitz ein

Eingefallener Regenwasserkanal ist Ursache Boden gibt nach – Lkw bricht auf der Van-Gogh-Straße in Dresden-Hosterwitz ein

Ein mit Blumen beladener Laster ist aus noch ungeklärter Ursache am frühen Mittwochabend in die Van-Gogh-Straße in Dresden-Hosterwitz eingebrochen.

Plötzlich gab der Boden unter diesem Blumenlaster in Dresden-Hosterwitz nach.

Quelle: Roland Halkasch

Dresden. Ein mit Blumen beladener Laster am frühen Mittwochabend in die Van-Gogh-Straße in Dresden-Hosterwitz eingebrochen. Wie die Polizeidirektion Dresden auf DNN-Nachfrage bestätigte, war der niederländische Brummi gegen 17 Uhr auf der Straße unterwegs, als kurz vor der Kreuzung mit der Pillnitzer Landstraße plötzlich die Fahrbahndecke nachgab und das linke Hinterrad des DAF-Lkw in einem Hohlraum stecken blieb. Der Blumenbrummi musste durch ein Bergeunternehmen aus seiner misslichen Lage befreit werden. Das Fahrbahnloch ist inzwischen gesichert.

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Ein mit Blumen beladener LKW ist am Mittwochnachmittag in Dresden in ein Straßenloch eingebrochen. Auf der Van-Gogh-Straße in Hosterwitz steckte das linke Hinterrad plötzlich in einem Loch fest. Offenbar war die Straße unterspült worden und hatte nachgegeben.

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Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauamts haben sich die Unfallstelle am Donnerstag angesehen und schnell die Ursachen für den Straßeneinsturz herausgefunden: Der unter der Straße liegende Regenwasserkanal ist eingefallen. Es handele sich um ein Betonrohr aus den 1960er Jahren, erläutert Torsten Fiedler, Pressesprecher der Stadtentwässerung Dresden.

Bei der Befahrung mit einer mobilen Kamera, die im Kanalnetz zur allgemeinen Kontrolle gehöre, sei die Schwachstelle bisher nicht aufgefallen. Da das von der Stadtentwässerung betreute Kanalnetz allerdings 1800 Kilometer lang ist, kommt das auch einer Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen gleich. Dennoch sei ein Einsturz aus Materialschwäche vergleichsweise selten, sagt Fiedler. So etwas käme in Dresden etwa alle zwei Jahre mal vor.

So langsam zeichnet sich auch ab, wie die Schadstelle repariert werden kann. Dazu muss das Betonrohr mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern auf etwa 80 Meter Länge ausgewechselt werden. Da der Kanal unter der Van-Gogh-Straße verläuft, bringt das Einschränkungen für den Straßenverkehr mit sich. Das Ausmaß lässt sich derzeit noch nicht benennen. „Das hängt von der Bauausführung ab“, sagt Fiedler. Man sei bemüht, so wenig wie möglich in offener Bauweise vorzugehen und bevorzuge eher andere Methoden, für die die Straße nicht aufgerissen werden muss. Da die Ausschreibungen aber gerade erst anlaufen, lässt sich über den Bauablauf derzeit nur wenig Konkretes sagen.

Klar ist nur: Ganz ohne die Öffnung der Straße wird es nicht gehen. Und: Es werden wohl zwei Wochen verstreichen, ehe die Bruchstelle geflickt ist. Zu den Kosten gibt es dagegen nur eine vage Aussage. Legt man einen Durchschnittswert von etwa 600 Euro für den laufenden Rohrmeter als Parameter an, was für einen Kanal dieser Dimension laut Sprecher Fiedler eine durchaus realistische Größenordnung ist, würde die Reparatur knapp 50 000 Euro kosten. In dieser Summe sind dann allerdings von der Absperrung bis zur Fahrbahnverlegung alle Nebenkosten inbegriffen.

Von uh

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