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Polizeiticker Blitzmarathon: Nur 2,5 Prozent der Dresdner fuhren zu schnell
Dresden Polizeiticker Blitzmarathon: Nur 2,5 Prozent der Dresdner fuhren zu schnell
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16:35 20.04.2017
An insgesamt 16 Stellen im Stadtgebiet kontrollierte die Polizei am Mittwoch Autofahrer.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Beim Blitzmarathon am Mittwoch hat die Polizei in Dresden kaum Raser erwischt. An insgesamt 16 Kontrollstellen wurden insgesamt 5114 Autos kontrolliert. Davon hatten sich lediglich 128 nicht an die geltenden Temporegeln gehalten, teilten die Beamten am Donnerstag mit.

Große Ausreißer wie in Leipzig habe es nicht gegeben, sagte Polizeisprecher Marko Laske. In der Messestadt war ein Autofahrer mit 140 km/h erwischt worden. Die Dresdner Autofahrer seien weitgehend regelkonform unterwegs gewesen, entsprechend sei man zufrieden, so Laske. An manchen Stellen waren so wenig Raser unterwegs, dass die insgesamt 16 eingesetzten Beamten sogar Zeit für reguläre Fahrzeugkontrollen hatten.

„Den Temposündern auf der Spur“ lautete das Motto der Dresdner Verkehrspolizei am Mittwochvormittag. Bei eisigen Temperaturen nahmen die Beamten die Verkehrsteilnehmer an der Bergstraße stadteinwärts ganz genau unter die Lupe. Die DNN waren waren beim Blitzermarathon dabei.

Die geringe Zahl der Verstöße erklärt sich Hauptkommissar Uwe Jänichen durch die starke mediale Ankündigung im Vorfeld: „Ich habe selbst um 7.30 Uhr im Radio davon gehört. Natürlich stellen sich die Autofahrer vorab darauf ein“, berichtete er am Mittwoch. Das sei aber nicht schlimm, schließlich gehe es den Beamten nicht darum, Leute zu jagen oder zu kriminalisieren. „Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung nicht zum Spaß da ist, sondern im Ernstfall auch Leben retten kann – auch, wenn das nicht immer alle Autofahrer einsehen wollen.“

Sachsenweit haben die Beamten beim Blitzmarathon in diesem Jahr bei gut 80.000 Kontrollen in 120 Orten 4067 Temposünder festgestellt, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit. Die Quote lag bei 5,3 Prozent und damit 1,7 Punkte höher als bei der letzten flächendeckenden Kontrolle 2015. Im vergangenen Jahr hatte Sachsen aufgrund von Personalmangel nicht am Blitzmarathon teilgenommen.

Der Blitzmarathon sei „keine Eintagsfliege“, betonte Innenminister Markus Ulbig (CDU). „Er spricht eine breite Öffentlichkeit für das Thema Raserei und deren fatale Folgen an.“ Zu hohe Geschwindigkeit war in Sachsen auch 2016 Hauptunfallursache. Knapp 14 Prozent aller Unfälle waren darauf zurückzuführen. Fast ein Viertel der insgesamt 162 Unfalltoten gingen auf das Konto von Rasern.

Die nächsten größeren Kontrollen stehen auch bereits fest: So startet nach den Sommerferien die Aktion „Schule hat begonnen“ und im September dann die zweiwöchige Kontrolle „Blitz für Kids“.

Von S. Lohse (mit dpa)

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