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Polizeiticker Behinderte 14-Jährige vergewaltigt
Dresden Polizeiticker Behinderte 14-Jährige vergewaltigt
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19:19 13.06.2018
Symbolbild. Quelle: dpa
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Dresden

Wegen Vergewaltigung und Freiheitsberaubung muss sich seit Mittwoch Shahbaz M. vor dem Dresdner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, am 2. Dezember vergangenen Jahres ein 14-jähriges Mädchen in der Centrum Galerie angesprochen, sie an der Hand gefasst, zu seiner Asylunterkunft in der Florastraße gebracht und dort vergewaltigt zu haben. Der 28-Jährige soll sie nicht weggelassen und die Tür abgeschlossen haben. Erst am nächsten Tag durfte sie gehen. Ein Autofahrer entdeckte sie am nächsten Tag gegen 11.30 Uhr an einer Bushaltestelle am Höckendorfer Weg. Bitten des Mädchen, sie zurück zu ihrer Mutter zu lassen und keinen Geschlechtsverkehr mit ihm haben zu wollen, habe Shahbaz M., so die Anklage, ignoriert.

Das Mädchen ist zu 50 Prozent geistig behindert und hat den Intellekt einer 8-Jährigen. Sie war mit ihrer Mutter in der Centrum Galerie, wollte auf Toilette und war danach spurlos verschwunden. Die Mutter informierte die Polizei, die öffentlich nach ihr fahndete.

Der Pakistaner räumte den Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen ein, erklärte aber, dass alles ganz anders gewesen sei, sie lüge und die Initiative von ihr ausgegangen sei. Sie habe ihn angesprochen und unbedingt mit ihm gehen wollen. Auf der Suche nach einer Toilette sei man von der Centrum Galerie über McDonald’s, den Bahnhof und das WTC dann in seiner Asylunterkunft gelandet. Sie seien dann gemeinsam einkaufen gegangen und noch einmal zum Bahnhof gefahren, um einen Freund von ihm zu treffen. Sie habe ihm erzählt, dass sie 14 Jahre alt ist, sei aber freiwillig mitgekommen und fröhlich gewesen. Selfies, die er mit seinem Handy machte, zeigen wohl wirklich ein gut gelauntes Mädchen.

In der Nacht sei es dann mehrmals zum Geschlechtsverkehr gekommen – allerdings zu einvernehmlichem Sex. Die Initiative sei dabei von ihr ausgegangen. Er sei noch „Jungfrau“ gewesen und sie habe ihm erklärt, wie es geht. Glaubt man seiner Einlassung, stellt sich die Frage: Wer hat hier denn wen vergewaltigt? Die Tür habe er nur abgeschlossen, damit sie, wenn er einschläft, keinen Sex mit den anderen Bewohner habe. „Sie wollte immer wieder Sex, dann konnte ich nicht mehr. Ich bin doch nur ein Mensch und keine Maschine“, erklärte der 28-Jährige, der plötzlich angab, erst 20 Jahre alt zu sein.

„Wir sagen nie unser richtiges Alter. Als ich 2015 nach Deutschland kam, sagten die Behörden, ich sehe noch sehr jung aus und solle zur Schule gehen, da habe ich mich älter gemacht.“ Das Gericht hat jetzt ein Problem mehr. Neben den schwierigen Vernehmungen eines geistig behinderten Mädchens muss auch das wahre Alter des Angeklagten geklärt werden. Stimmen die 20 Jahre, steht eine Jugendstrafe im Raum. Der Prozess wird mit der Aussage des Mädchen fortgesetzt, dabei wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Von Monika Löffler

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