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Polizeiticker Dresden Aufräumen nach Sturmtief „Xavier“ – Dresden kam glimpflich davon

Unwetter Aufräumen nach Sturmtief „Xavier“ – Dresden kam glimpflich davon

Nach dem Durchzug von Sturmtief „Xavier“ über Sachsen hinweg laufen in den betroffenen Gebieten auch am Morgen die Aufräumarbeiten. Während Nordsachsen stark betroffen war, kam Dresden mit Windgeschwindigkeiten von knapp 100 Km/h vergleichsweise glimpflich davon.

Auf der Ludwig-Hartmann-Straße musste die Feuerwehr einen Baum von einer Oberleitung entfernen. Zu Schaden kam laut ersten Angaben niemand.
 

Quelle: Roland Halkasch

Dresden. Nach dem Durchzug von Sturmtief „Xavier“ über Sachsen hinweg laufen in den betroffenen Gebieten auch am Morgen die Aufräumarbeiten. Während Nordsachsen stark betroffen war, kam Dresden mit Windgeschwindigkeiten von knapp 100 Km/h vergleichsweise glimpflich davon. Die Straßen waren am Morgen wieder frei.

Gegen 16 Uhr erreichte das Tief am Donnerstag die Landeshauptstadt und rüttelte Dresden kräftig durch. An mehreren Stellen brachen Äste oder gleich der ganze Baum, unter anderem an der Ludwig-Hartmann-Straße, der Maxim-Gorki-Straße, am Trinitatisplatz oder am Nürnberger Platz. Die Rettungsleitstelle Dresden mit den Landkreisen Meißen sowie Sächsische Schweiz Osterzgebirge registrierte 182 Einsätze, davon etwa 60 in Dresden selbst. Zum Einsatz kamen alle fünf Wachen der Berufsfeuerwehr Dresden und elf Stadtteilfeuerwehren.   

Verletzte Autofahrerin am Nürnberger Platz

Am Nürnberger Platz wurde eine Autofahrerin leicht verletzt, als eine 20 Meter hohe Eiche auf die Oberleitung der Straßenbahn und vorbeifahrende Fahrzeuge fiel. Vereinzelt habe es zudem Blechschäden gegeben, weiter wurden einige Häuser durch umfallende Bäume beschädigt.

Nach wenigen Stunden Sturm flaute der Wind wieder ein wenig ab, der Deutsche Wetterdienst hob seine Unwetterwarnung um 20 Uhr wieder auf.

Betroffen war unter anderem der Flughafen in Klotzsche, wo mehrere Flüge aus Sicherheitsgründen abgesagt werden mussten. Die DVB sprachen von einem chaotischen Tag. Auf mehreren Linien kam es wegen Sturmschäden an den Oberleitungen und Straßensperrungen  zu Umleitungen und Verspätungen.  Autofähre und Standseilbahn waren zeitweise außer Betrieb. Das „Pichmännel-Oktoberfest“ hatte den Programmstart am Abend wegen des Sturmtiefes nach hinten verlegt. In Ostsachsen stellte Trilex den Zugverkehr am Abend komplett ein.

Im Zugverkehr kam es auch am Morgen noch zu Behinderungen. Die Strecken Leipzig-Berlin und Dresden-Berlin waren zunächst nicht befahrbar, wie ein Bahn-Sprecher sagte. Zwischen Bautzen und Dresden hingegen können Züge nach der Betriebseinstellung am Donnerstag wieder verkehren, wie die Länderbahnen mitteilten. Zwischen Bautzen und Görlitz kam es weiter zu Verspätungen.

Sachsenforst warnt vor Waldspaziergängen

Die staatliche Forstverwaltung hat auch nach Abzug von Sturmtief „Xavier“ vor dem Betreten der Wälder in Sachsen gewarnt. „Der Aufenthalt kann lebensgefährlich sein“, sagte ein Sprecher am Freitag. Auch im Nachgang könnten noch Äste herabstürzen und Bäume umfallen. Auch deshalb sollten vor allem gesperrte Flächen auf keinen Fall betreten werden. „Xavier“ hat laut Sachsenforst vor allem die nördlichen Waldgebiete gestreift. „Die Kollegen machen sich gerade ein Bild, wir gehen aber nicht von so großen Schäden aus.“

Der Sturm sei zu ungünstiger Zeit eingetroffen. „Wegen der Wärme sind Laubfall und Verfärbung in diesem Jahr sehr spät“, erklärte der Sachsenforst-Sprecher. Die noch vielbeblätterten Laubbäume böten dem Wind eine große Angriffsfläche. Stark betroffen seien Nadelbäume, vor allem Fichten im Hügelland. „Sie bilden nur ein flaches Wurzelsystem aus.“ Sachsenforst sei daher bestrebt, die Wälder zu Laub-Mischwäldern umzubauen.

Von DNN

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