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Angriff auf Äthiopierin am Merianplatz: Täter ermittelt

Erster Ermittlungserfolg Angriff auf Äthiopierin am Merianplatz: Täter ermittelt

Zehn Tage ist die brutale Hundeattacke vom Merianplatz in Gorbitz mittlerweile her und inzwischen konnten zwei Täter ermittelt werden. Wo diese sich aufhalten, ist jedoch weiterhin unklar.

Symbolbild

Quelle: dpa

Dresden.  Die brutale Attacke auf eine 19-jährige Äthiopierin am 9. Januar am Merianplatz in Gorbitz sorgte bundesweit für Aufsehen. Nun hat die Polizei zwei Täter ermitteln können, wie die Dresdner Staatsanwaltschaft auf Anfrage am Freitag mitteilte. Der Aufenthaltsort der beiden sei bisher allerdings unklar, erklärt Pressesprecher und Oberstaatsanwalt Lorenz Haase.

Die junge Frau aus Äthiopien wurde am 9. Januar erst bepöbelt und anschließend hetzte eine unbekannte Täterin ihren Hund auf die 19-Jährige. Sie versuchte zu fliehen, stürzte und wurde angegriffen. Sie versuchte sich zu wehren, doch der Hund biss zu. Erst Erst als nach wie vor unbekannte Zeugen sich einschalteten, rief die Hundebesitzerin das Tier zurück. Wenige Tage später meldeten sich zwei Beobachter des Vorfalls, Angaben zu ihren Aussagen konnten seitens der Staatsanwaltschaft nicht gemacht werden. Die Polizei hofft trotz Ermittlung der Täter weiterhin auf Zeugenaussagen.

Der Angriff sorgte auch auf politischer Ebene für jede Menge Unmut: „Einen Hund auf eine 19-jährige Frau zu hetzen und dabei zuzusehen, wie dieser sie verletzt, ist ein abscheuliches Maß an Brutalität, das ich scharf verurteile. Wer so etwas tut ist ein gefährlicher Verbrecher, der gefasst und verurteilt werden muss“, erklärte Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). Auch Integrationsministerin Petra Köpping verurteilte den Angriff scharf.

Medienberichten zufolge traut sich die junge Äthiopierin auch knapp zehn Tage nach dem Angriff nicht allein im Dunkeln auf die Straße. Doch sie habe Hoffnung, da immer wieder Menschen ihre Hilfe anbieten. Die Ermittlungen von des Polizeilichen Extremismus und Terrorismus Abwehrzentrums dauern an.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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