Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 3 ° Sprühregen

Navigation:
Google+
Angriff auf Aachener Fanbus vor Dynamo-Fankneipe wirft Fragen auf

Angriff auf Aachener Fanbus vor Dynamo-Fankneipe wirft Fragen auf

Die am Montag von der Dresdner Polizei gemeldete Attacke auf einen mit Fans von Alemannia Aachen besetzten Bus vor dem Zweitliga-Spiel bei Dynamo am Sonntagnachmittag ist möglicherweise gezielt provoziert oder durch erhebliche Kommunikationsprobleme begünstigt worden.

Dresden. Dresden (DNN/JOL). Die am Montag von der Dresdner Polizei gemeldete Attacke auf einen mit Fans von Alemannia Aachen besetzten Bus vor dem Zweitliga-Spiel bei Dynamo am Sonntagnachmittag ist möglicherweise gezielt provoziert oder durch erhebliche Kommunikationsprobleme begünstigt worden. Zum Verdruss von Dynamo hielt sich der Fahrer des beschädigten Busses jedenfalls nicht an die bei der obligatorischen Sicherheitsberatung zwischen den Vereinen getroffene Absprache, wonach alle vier Aachener Fanbusse von einem vereinbarten Treffpunkt an der Autobahn zum Stadion geleitet werden sollten. "Alle sind unterschiedlich gefahren, es gab ein klares Anreisekonzept, das nicht eingehalten wurde", äußerte Henry Buschmann von der Dynamo-Pressestelle Unverständnis. Niemand beim Verein oder der Dresdner Polizei käme im Traum auf die Idee, Gästefans an "Ackis Bierstuben" vorbei zu leiten, versicherte Buschmann.

Was war passiert? Statt auf einer weniger riskanten Route vom Hauptbahnhof her den Zugang zum Gästeblock anzusteuern, fuhr ein Bus am Straßburger Platz direkt um die dicht umlagerte Dresdner Fankneipe herum und kam dort etwa 45 Minuten vor Spielbeginn an der Ampel und im Stau auf der Lennéstraße wiederholt zum Stehen. Ein Augenzeuge (Name der Redaktion bekannt) berichtete: "Der Doppelstockbus war auf den ersten Blick nicht als Fanbus erkennbar, doch dann gingen oben Luken auf und Leute schauten raus, die mit Sprüchen und Gesten auf Stress aus waren. Die Dresdner Fans guckten sich alle an und fragten sich: Sind die lebensmüde?" Auch eine Bustür sei kurz aufgegangen, Leute seien ausgestiegen, Pöbeleien ausgetauscht worden, so der "Normalo"-Fan, der mit seinem Sohn gerade auf dem Weg zum Spiel war. Dann versuchten laut Polizei 10 bis 15 Personen in den Bus zu gelangen, was aber misslang. Flaschen flogen auf beiden Seiten, die äußeren Scheiben zweier doppelt verglaster Busfenster gingen zu Bruch.

Warum der Bus auf eigene Faust durch die Innenstadt fuhr, ist für Buschmann klar: "Das waren keine normalen Fans, da saßen Ultras drin. Das war kein Zufall. Ich glaube, die wussten, dass sich dort ,Ackis' befindet. Die Ultra-Kneipe deutschlandweit bekannt." Kristina Walther von Fanprojekt Aachen, die selbst mit in Dresden, aber nicht in besagtem Bus war, wollte das nicht bestätigen. Sie konnte sich aber auch nicht erklären, warum der Bus diesen Weg genommen hatte: "Das weiß keiner so genau. Woran es da gehakt hat, ist nicht geklärt. Eigentlich sollten die Busse von der Polizei zum Stadion geleitet werden. Es ist ein Treffpunkt mit der Polizei ausgemacht gewesen, aber es ist nicht einmal ganz klar, ob der Bus überhaupt da war." Sie schob der Polizei den Schwarzen Peter zu: "Sie hat doch die Kontaktdaten der Busfahrer. Dann ruft man an und fragt: Wo seid ihr?" Die Polizei sei erst auf der Lennéstraße da gewesen und hätte so noch Schlimmeres verhindern können.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.10.2011

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Dresden
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Dresdner Ordnungsamt. mehr

Die Polizei gibt Tipps, wie sich Mieter und Hausbesitzer besser gegen Einbrecher wappnen können.mehr