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Polizeiticker Tödlicher Unfall: Prohliser ist vermutlich in Kiesgrube Dresden-Leuben ertrunken
Dresden Polizeiticker Tödlicher Unfall: Prohliser ist vermutlich in Kiesgrube Dresden-Leuben ertrunken
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11:34 01.08.2018
Seit Montagmittag sind Polizeitaucher im Einsatz. Quelle: Tino Plunert
Dresden

Ein 27-jähriger Prohliser ist vermutlich in der Kiesgrube Leuben ertrunken. Seit Dimitri F. am Sonntagabend beim Schwimmen verschwand, fehlt jede Spur von ihm. Auch am Montag suchten Polizeitaucher den ganzen Tag nach ihm. Inzwischen gibt es kaum Hoffnungen, dass der Mann noch lebt.

Der 27-Jährige war gegen 21 Uhr mit Freunden und Verwandten in der südlichen Kiesgrube in Leuben baden. Während seine etwa gleichaltrigen Begleiter am Ufer blieben, war er ins Wasser gegangen. Beim Schwimmen in einer östlichen Bucht nahe der Wasserski-Anlage signalisierte er den anderen jungen Männern an Land, dass er ein Problem habe und Hilfe bräuchte, hieß es von der Polizei. Daraufhin sei er der Mann aus Prohlis nahe einem Mast der Wasserski-Anlage untergegangen und nicht mehr aufgetaucht.

Der Bruder des Vermissten verständigte die Polizei. Zunächst soll noch ein weiterer Badegast das plötzliche Verschwinden bemerkt haben und ins Wasser gesprungen sein. Jedoch ohne Erfolg.

Danach begann eine groß angelegte Suchaktion nach Dimitri F. Doch die fortschreitende Dunkelheit erschwerte die Suche. Mit einem Schlauchboot suchten zunächst Berufsfeuerwehrleute die Wasseroberfläche ab. Außerdem sollen die Betreiber der Wasserskianlage der Polizei mit einem motorisierten Boot bei der Suche geholfen haben. Der Hubschrauber der Polizei kreiste über dem See.

Spezialkräfte und Einsatztaucher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bezirk „Obere Elbe“ Pirna wurden alarmiert, genauso wie die Wasserrettungsgruppe Weißeritzal der DRK-Wasserwacht Freital. Sie brachten ihre Sonargeräte zum Einsatz. Mit dieser Technik können Gegenstände und Personen mit Hilfe ausgesandter Schallimpulse unter Wasser geortet werden. Taucher suchten die Kiesgrube bis zum Grund in neun Metern Tiefe ab. Jedoch war die Sichtweite sehr gering, zwischen 20 und 30 Zentimeter, sagen die Fachleute. Nach fast sechs Stunden wurde die Suche um 3 Uhr morgens zunächst eingestellt. Am Montagmorgen starteten Polizeitaucher die Suche erneut.

Warum der Mann unterging, ist noch nicht geklärt. Vor Ort war zu bemerken, dass seine Begleiter Alkohol getrunken hatten. Seine Bekannten äußerten, dass Dimitri „gut schwimmen“ könne. In den vergangenen Jahren es wiederholt zu tödlichen Badeunfällen in der Kiesgrube gekommen.

Von df

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