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2017 wieder mehr Straftaten in der Dresdner Neustadt

Polizeistatistik 2017 wieder mehr Straftaten in der Dresdner Neustadt

Die Anzahl der Straftaten im Dresdner Norden ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Auffällig sei vor allem der Stadtteil Äußere Neustadt, wo die Polizisten 2017 fünf bis zehn Prozent mehr Straftaten registrieren mussten. Das hat allerdings einen überraschenden Grund: mehr Kontrollen.

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Symbolbild.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Die Anzahl der Straftaten im Dresdner Norden ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen, wie Revierleiter Matthias Imhof bei der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Neustadt sagte. Viele Sorgen bereiteten dabei Rohheits-, Eigentums- und Rauschgiftdelikte. Auffällig sei vor allem der Stadtteil Äußere Neustadt, wo die Polizisten 2017 fünf bis zehn Prozent mehr Straftaten registrieren mussten. „Das hat allerdings auch etwas damit zu tun, dass wir mehr in der Neustadt kontrollieren. Das führt zu mehr Feststellungen“, sagte Imhof.

53 Neustadteinsätze hat sein Revier mit Verstärkung von Bereitschaftspolizisten organisiert. Das sind fünf mehr als 2016. Dass die Polizisten aber vor allem an den Abenden der Wochenenden deutlich mehr Präsenz im Kneipenviertel zeigten, ist an den dafür aufgewandten Arbeitsstunden ablesbar. 4500 Einsatzstunden kamen 2016 zusammen, 2017 waren es 9500. „Das ist eine Belastung für uns“, sagt Imhof. Eine die, auch wenn es die Zahlen noch nicht zeigen, Früchte zu tragen scheint. So habe er zuletzt ein Feedback von Neustadtbewohnern und Gewerbetreibenden erhalten, dass die Anspannung im Stadtteil zuletzt nachgelassen habe. Eine Einschätzung, die auch Jan Frintert vom Gewerbe- und Kulturverein Dresden Neustadt teilt. „Die Lage ist insbesondere nach 22 Uhr immer noch angespannt, aber es hat im Verlaufe des vergangenen Jahres eine Entspannung gegeben“, sagt er.

Entsprechend werden die Einsätze zur Bekämpfung der Straßenkriminalität weiter fortgesetzt, wie Revierleiter Imhof ankündigt. Nicht zufällig fand ein solcher Einsatz auch am Montagabend statt. Dabei kontrollierten die 39 Beamten 52 Passanten, von denen sie 33 auch durchsuchten. Im Ergebnis fertigten die Polizisten zwölf Anzeigen, davon neun wegen Drogendelikten. So gelang es, drei Drogenhändler zu erwischen. Einer von ihnen, ein 26-jähriger Algerier, hatte einem Zivilfahnder Drogen angeboten. Er versuchte, zu fliehen, konnte aber samt 21 Gramm Haschisch gestellt werden. Die beiden übrigen Dealer, zwei 24 und 33 Jahre alte Libyer, wurden mitsamt ihrer Kunden, einem 19-Jährigen und einem 39-jährigen Tunesier gestellt. Eine 21-Jährige hatte nicht nur Drogen, sondern auch einen Teleskopschlagstock dabei, weshalb sie sich auch wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten muss. Gegen einen 46-jährigen Tunesier, der Drogen dabei hatte, wird wegen Beleidigung ermittelt. Er hatte die Polizisten beschimpft.

Insgesamt stellten die Beamten rund 30 Gramm Drogen sicher, das meiste Cannabisprodukte, aber auch Crystal. Zudem wurde ein 32-Jähriger ertappt, der mit einem im März 2016 gestohlenem Fahrrad unterwegs war. Jetzt wird ermittelt, ob der Mann auch der Fahrraddieb war oder wie er sonst in den Besitz des Drahtesels kam.

Von Uwe Hofmann

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