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Zwischen Dresden und Nossen will Sachsen achtspurigen Ausbau der Autobahn 4

Verkehr Zwischen Dresden und Nossen will Sachsen achtspurigen Ausbau der Autobahn 4

Der Freistaat reagiert auf die aktuelle Verkehrsentwicklung auf der Autobahn 4 zwischen Nossen und Görlitz. Bei Dresden und westlich davon soll die Autobahn achtstreifig ausgebaut werden und östlich der Landeshauptstadt strebt das Land einen sechsstreifigen Ausbau an.

Stau auf der Autobahn 4.

Quelle: Archiv/Roland Halkasch

Dresden. Der Freistaat reagiert auf die stark gestiegenen Verkehrzahlen auf der Autobahn 4 mit einer Initiative zum Ausbau der Trasse beim Bund. „Es ist vorgesehen, auf Grund der aktuellen Verkehrsentwicklung für den achtstreifigen Ausbau zwischen den Autobahndreiecken Dresden-Nord und Nossen einen erneuten Antrag zu stellen“, teilte das Wirtschaftsministerium auf DNN-Anfrage mit.

Das Haus von Ressortchef Martin Dulig (SPD) reagiert damit auf die in den jüngsten Vergangenheit stark gestiegenen Verkehrszahlen. Nach den Angaben einer Allianz von Landespolitikern aus CDU und SPD für den Ausbau der Verkehrswege in Ostsachsen sind im vergangenen Jahr an einer Zählstelle westlich der Anschlussstelle Dresden-Flughafen mehr als 100 000 Fahrzeuge am Tag gezählt worden, darunter mehr als 16 000 Lastkraftwagen. Zwei Jahre zuvor waren es noch 94 700 Fahrzeuge. Ähnliche Tendenzen gibt es auf dem gesamten Abschnitt zwischen Nossen und Görlitz. Den Grenzübergang Ludwigsdorf passierten 2015 am Tag 19 800 Fahrzeuge, 2017 waren es bereits 26 000 Autos. Die Zahl der darin enthaltenen Lkw stieg von 6300 auf 8500 Fahrzeuge. Durch Pendlerströme und regionalen Wirtschaftsverkehr erhöht sich das Gesamtaufkommen bis Dresden erheblich. Aufgrund dieser Zahlen fordert die Allianz den sechsstreifigen Ausbau zwischen Dresden und

Der Freistaat hatte vor fünf Jahren bereits den achtstreifigen Ausbau der A4 zwischen dem Autobahndreieck Nossen (A14) und dem Autobahndreieck Dresden-Nord (A13) beim Bund beantragt. In Berlin wurde dafür jedoch wegen eine zu schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnisses kein Bedarf gesehen. Sachsen sieht in diesem Bereich allerdings nach der A 100 in der Berliner Innenstadt und dem Autobahndreieck Potsdam „den am stärksten belasteten Autobahnabschnitt in den neuen Bundesländern“.

Aufgrund der aktuellen Zahlen fordert die Allianz von CDU- und SPD-Politikern einen sechsstreifigen Ausbau zwischen Burkau und Dresden sowie einen achtstreifigen Ausbau zwischen Dresden und Nossen durch die Freigabe der Randstreifen mit entsprechender Verkehrsleiteinrichtung. Wie das Dulig-Ministerium am Dienstag den DNN mitteilte, sei es aufgrund der aktuellen und der prognostizierten Verkehrsmengen „vorgesehen und realistisch, einen Antrag für den sechsstreifigen Ausbau der A 4 zwischen Dreieck Dresden-Nord und Anschlussstelle Pulsnitz zu stellen“. Ziel sei es, dafür Planungsrecht zu erhalten. Ein vollständiger Ausbau bis Görlitz/Grenze ist unsererseits auf Grund der deutlich abnehmenden Verkehrsbelegung nicht geplant. Details wie Kosten und Termine gibt es in diesem frühen Stadium noch nicht. Zu Entlastung des Verkehrs in Ostsachsen wird auch über den Lkw-Transport auf der Schiene nachgedacht. Das Ministerium prüfe die „Wiederbelebung der rollenden Landstraße“, hieß es am Dienstag. „Dazu sprechen wir bereits mit der Bahn.“ Eine solche Transportlösung hatte es in den 90er Jahren im Elbtal nach Tschechien gegeben. Mit der Fertigstellung der Autobahn 17 war sie aufgegeben worden. Vor diesem Hintergrund steht auch die Forderung nach der Elektrifizierung der Bahnstrecke Dresden–Görlitz.

Ein Antrag für den achtstreifigen Ausbau zwischen den A4-Dreiecken Dresden-Nord und Nossen beim Bund ist auch richtungsweisend für die Freigabe der Randstreifen. Sie erfolgt nur als Übergangslösung für einen späteren Ausbau. „Sollte dieser wiederum scheitern, ist auch eine Seitenstreifenfreigabe nicht möglich“, hieß es im Wirtschaftsministerium. Die Seitenstreifenfreigabe unterliege zudem bestimmten Voraussetzungen. So muss die Höchstgeschwindigkeit auf 100 Kilometer pro Stunde begrenzt und gegebenenfalls ein Überholverbot für Lkw verhängt werden. Neben dem Bau von Nothaltebuchten sind unter anderem Maßnahmen gegen die Lärmzunahme notwendig.

Von Ingolf Pleil

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