Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Zweiter mit Keimen infizierter Patient gestorben
Dresden Lokales Zweiter mit Keimen infizierter Patient gestorben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:52 30.10.2018
Symbolbild: Keime im Labor. Quelle: Dpa
Dresden

Auf der Intensivstation im Städtischen Klinikum am Standort Neustadt/Trachau ist in der Nacht zu Dienstag ein weiterer Patient gestorben, bei dem neben seiner schweren Grunderkrankung auch multiresistente Keime nachgewiesen wurden. Der Patient erlag seiner schweren Grunderkrankung. Ob und auf welche Art der multiresistente Keim zum Tod beigetragen hat, ist weiter unklar.

Bereits am Montag gab das Neustädter Krankenhaus bekannt, dass ein mit multiresistenten Keimen infizierter Patient seiner komplexen Grunderkrankung auf der Intensivstation erlegen war. Der Verstorbene wurde mit einem Reserve-Antibiotika behandelt, dass sich im Labor als wirksam erwies.

Derzeit sind auf der Intensivstation vier weitere Menschen mit dem Keim besiedelt. Sie sind aber nicht mit dem Bakterium infiziert und zeigen somit auch keine Symptome. Neuinfektionen gibt es bis jetzt nicht.

Bei dem multiresistentem Bakterium handelt es sich um Klebsiella Pneumoniae. Der Keim ist gegen vier Antibiotika-Stammgruppen resistent. „Das ist die höchste Resistenzform, die wir kennen“, sagt der Medizinische Direktor des Städtischen Klinikums Lutz Blase. Für die Patienten und Mitarbeiter auf der erst im August offiziell eröffneten Intensivstation ist nun höchste Disziplin bei Hygiene-Maßnahmen erforderlich. Wichtig ist, dass keine Keime aus dem Bereich hinaus getragen werden“, erklärt Wendt. Das betrifft auch die Müllentsorgung und die tägliche Arbeitsroutine der Mitarbeiter – etwa durch gesonderte Pausenräume. Der Keim ist nicht durch die Luft übertragbar, kann aber auf Oberflächen überleben. Dort kann er bekämpft werden, denn „Desinfektionsmittel greifen noch“, erklärt Wendt.

Der Notfallplan für die Intensivstation bleibt bestehen. Es werden keine neuen Intensivpatienten aufgenommen und entlassen. Außerdem werden nur Patienten operiert, die nicht verlegt werden können. Andere Operationen werden verschoben oder an anderen Standorten des Klinikums durchgeführt. Das gilt auch für Krankenwagen mit intensivmedizinischen Notfällen, die abgesehen von Schlaganfällen, den Standort Neustadt/Trachau nicht anfahren.

Von tg

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bei Sonnenschein, blauem Himmel und Temperaturen bis zu 21 Grad Celsius zog es am Dienstag viele Leute raus an die Elbe.

30.10.2018

Traurige Nachricht aus Vietnam: Orang-Utan Duran, der am 31. Januar 2010 im Dresdner Zoo das Licht der Welt erblickte, ist bereits am 12. Oktober verstorben. Er wurde morgens tot in seiner Anlage gefunden, schreibt der Dresdner Zoo auf Facebook.

30.10.2018

Das Christliche Sozialwerk (CSW) Dresden baut in Striesen eine neue Sporthalle. Der Komplex entsteht derzeit an der Ecke von Schandauer Straße und Dornblüth-Straße. Die Turnhalle ist vor allem für die behinderten Kinder der benachbarten Förderschule „St. Franziskus“ gedacht.

30.10.2018