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Lokales Zweite Waldorfschule Dresdens soll im Sommer eröffnen
Dresden Lokales Zweite Waldorfschule Dresdens soll im Sommer eröffnen
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20:36 09.09.2015
Kunstunterricht in der 9b der Freien Waldorfschule: Lehrerin Maren Donix (M.) gibt den Schülern Tipps für ihre Collagen. Die Schule platzt aus allen Nähten. 196 Kinder haben sich für die neuen 1. Klassen angemeldet - Platz ist nur für 60 Schüler. Quelle: Carola Fritzsche

Außerdem möchte die Stammschule an der Marienallee das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene ehemalige Heeresarchiv kaufen. Darin soll ein Veranstaltungsraum für die Schüler mit insgesamt 600 Plätzen entstehen.

"198 Anmeldungen für die neuen 1. Klassen haben wir vorliegen", berichtet Peter Becker, Geschäftsführer der Freien Waldorfschule. Aufgenommen werden könnten aber nur zwei Klassen mit insgesamt 60 Kindern, fügt er mit einem Seufzer hinzu. Eine Initiative von Eltern sowie Erziehern aus Waldorfkindergärten will deshalb bereits im Sommer eine zweite Schule in Dresden eröffnen. "Der Antrag liegt uns seit Dezember vor, eine erste Prüfung ist erfolgt", bestätigt Katrin Reis, Sprecherin der Bildungsagentur, Regionalstelle Dresden.

Anders als noch vor zehn Jahren, als freie Schulen häufig die Gebäude geschlossener staatlicher Schulen quasi nahtlos übernehmen konnten, ist es heutzutage höchst problematisch, ein geeignetes Schulhaus zu finden. Für die neue Waldorfschule kommt erschwerend hinzu, dass sie sich nicht in räumlicher Nähe der jetzigen Schule in der Albertstadt, sondern auf der anderen Seite der Elbe ansiedeln sollte. Das fordert die Bildungsagentur.

Weil die Eltern noch nichts Passendes gefunden haben, soll eine 1. Klasse à 30 Kinder zunächst mit in das große Gebäudeensemble an der Marienallee 12 ziehen, in dem sich früher die Landesbibliothek befand - als Übergangslösung für maximal zwei Jahre. Dort gibt es im Übrigen schon jede Menge Kinder: Der Kindergarten des DRK befindet sich dort und auch die private Melli-Beese-Grundschule. "Schwierig wird die Sache allerdings, wenn die neue Schule nicht genehmigt wird", meint Becker. Dann nämlich würden die 30 Kinder, die von ihren Eltern bereits für die neue Waldorfschule angemeldet worden seien, quasi in der Luft hängen.

Wer auf die Waldorfschule gehen will, muss zuvor an einem Auswahlverfahren teilnehmen: "Eine Gruppe aus Lehrern und den beiden Schulärzten wählt Kinder aus, die gut zusammen passen und dann eine Klasse bilden", so Becker. Bevorzugt genommen würden Geschwisterkinder. Waldorfschüler lernen von der 1. Klasse bis zum Abitur zusammen, das sie nach 13 Jahren ablegen. Das Schulgeld schlägt mit 130 Euro im Monat zu Buche.

Noch eine Neuigkeit gibt es von der Schule zu vermelden: "Wir wollen das ehemalige Heeresarchiv, das vom Stadtmuseum als Archiv genutzt wird, gern kaufen und als Veranstaltungsraum mit 600 Plätzen nutzen", sagt Becker. Der Antrag liege der Stadt bereits vor. Kaufpreis: 600 000 Euro für Gebäude und Grundstück. Das denkmalgeschützte Haus, muss man wissen, befindet sich auf dem Schulgelände. "Kern jeder Waldorfschule ist eigentlich ein Saal für Großveranstaltungen - für Monatsfeiern und Klassenspiele zum Beispiel", so der Geschäftsführer. Der fehle in Dresden. Derzeit müssten die Zwölftklässler für ihre Aufführungen u.a. in die Johannstadthalle ausweichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.01.2014

Katrin Richter

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