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Lokales Zusammenwohnen ist günstiger
Dresden Lokales Zusammenwohnen ist günstiger
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10:22 30.08.2017
   Quelle: dpa
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Dresden

 Ein neuer Mietpreis-Check in 67 Unistädten des Unternehmens immowelt.de hat gezeigt, dass Studenten in Dresden bis zu zehn Prozent Miete sparen können, wenn sie sich für eine WG entscheiden. So liegt der Mietpreis pro Quadratmeter in der Landeshauptstadt im Durchschnitt bei 8 Euro für eine Singlewohnung mit 20 bis 40 Quadratmetern und bei 7,20 Euro für WG-fähige Wohnungen, also zwischen 70 und 90 Quadratmeter groß.

Im vergangenen Jahr sah das in Dresden noch ganz anders aus. Im September 2016 zählte die Landeshauptstadt zusammen mit Düsseldorf und Rostock zu den wenigen Städte, in denen eine Singlewohnung für Studenten preisgünstiger war, als in eine WG zu ziehen. Damals lag der Preis für einen Quadratmeter einer WG-fähigen Wohnung noch bei 8,60 Euro. Jan Carl Mehles. Pressesprecher von immowelt.de hat dafür eine Erklärung. „In diesem Jahr haben wir uns an den Daten der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks orientiert und diese ergab, dass WG-Wohnungen mittlerweile eher eine Größe zwischen 70 und 90 Quadratmetern haben. 2016 sind wir noch von einer Größe zwischen 100 und 120 Quadratmetern ausgegangen“, so Mehles.

Der Mietpreis-Check hat außerdem ergeben, dass sich deutschlandweit sogar bis zu 36 Prozent Mietkosten einsparen lassen, wenn Studenten sich für gemeinsames Wohnen in einer WG entscheiden. Eines haben alle 67 Städte gemeinsam, der Quadratmeterpreis ist in einer großen Wohnung niedriger. Dabei haben die Studenten in Gießen die größte Ersparnis. Im Durchschnitt kostet dort eine Singlewohnung 13,60 pro Quadratmeter, in einer WG müssen dagegen nur 8,70 Euro gezahlt werden. Das macht sich im Studentengeldbeutel durchaus bemerkbar, denn laut der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes haben Studierende in Deutschland durchschnittlich nur 918 Euro pro Monat zur Verfügung. Auch in Bayreuth, Koblenz und Siegen kann etwa ein Drittel an Mietkosten gespart werden. sofern Studenten sich für eine WG entscheiden. Der größte Unterschied im Gegensatz zu Dresden ist wohl in München erkennbar. Stolze 21,50 Euro pro Quadratmeter müssen Studenten dort hinblättern, wollen sie ihre eigenen vier Wände beziehen. In einer WG-tauglichen Wohnung wären es immerhin 27 Prozent weniger.

Immowelt.de berücksichtigte insgesamt 132 800 der auf ihrer Seite inserierten Wohnungen.

Nebst verschiedenen Stellenangeboten online gibt es für Studenten die Möglichkeit, sich einen Platz im Wohnheim zu sichern. In Dresden steigt die Nachfrage nach Einzelapartments in den letzten Jahren, informiert Karin Tzscherlich vom Geschäftsbereich Wohnen des Studentenwerks Dresden. Auch ein Zimmer mit eigenem Bad ist derzeit sehr gefragt. So kostet beispielsweise ein 15 bis 25 Quadratmeter großes vollmöbliertes Ein-Bett-Zimmer im Studentenwohnheim an der Blasewitzer Straße 84 zwischen 176 und 196 Euro. Anders sieht es schon an der Fritz-Löffler-Straße aus, dort gibt es kein Zimmer unter 200 Euro und diese sind kaum größer als elf Quadratmeter. Wer mehr Platz benötigt, muss mit etwa 220 Euro rechnen. Ein Einzelapartment, was nur zum Teil möbliert ist, kostet in diesem Wohnheim 245 Euro.

Es lässt sich also auch in einer solchen Form günstiger gemeinsam wohnen, wenn man gern mit Studenten auch außerhalb der Uni zusammen ist. Denn in Wohnheimen werden ausschließlich Studierende untergebracht. Sie sind meist nah an den Hochschulen gelegen und verfügen über Fitness- und Musikräume sowie über Außenanlagen. „Jeder kann einziehen ohne Casting und Bürgschaft der Eltern“, so Tzscherlich. Studierende, die sich für ein Wohnheim entscheiden, müssen sich beeilen. „Sofort nachdem der Wohnberechtigungsnachweis vorliegt, muss die Bewerbung um ein Zimmer erfolgen“, heißt es auf der Internetseite des Studentenwerks. Im kommenden Semester werden alle Zimmer vermietet sein, prognostiziert Tzscherlich.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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