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Lokales Zu teuer: Stadt kauft ihre Grundstücke kaum von privater Hand
Dresden Lokales Zu teuer: Stadt kauft ihre Grundstücke kaum von privater Hand
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20:40 09.09.2015

Gut für diejenigen, die Grundstücke zu verkaufen haben. Schlecht für alle, die auf der Suche nach Immobilien sind. Wie die Landeshauptstadt Dresden, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben auch geeignete Grundstücke erwerben muss.

"Von Privatpersonen kaufen wir fast keine Grundstücke mehr", sagt Elke Rößler, Abteilungsleiterin Strategie Kommunales Eigentum in der Stadtverwaltung. Bei ihr werden die An- und Verkäufe von Immobilien für die Stadt abgewickelt, und sie weiß: "Wenn wir von privater Hand ein Grundstück erwerben wollen, ist das meist aussichtslos. Sobald der Eigentümer mitbekommen hat, dass wir auf seinen Flächen zum Beispiel eine Schule oder Kindertagesstätte bauen wollen, gehen die Preisvorstellungen in utopische Höhe."

Deshalb erwerbe die Stadt Flächen für neue Schulen vor allem bei der Deutschen Bahn AG. So soll zum Beispiel auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs an der Gehestraße in Pieschen ein Schulzentrum mit Oberschule und Gymnasium entstehen, 3,2 Millionen Euro muss die Stadt für die Liegenschaft hinblättern. "Bei der Bahn erhalten wir die Objekte noch zum Verkehrswert für die öffentliche Nutzung", sagt Rößler. Auch bei den Dresdner Verkehrsbetrieben laufe man nicht Gefahr, Wucherpreise bezahlen zu müssen. Der Straßenbahnhof in Bühlau, wo ein Schwimmbad entstehen wird, oder der Straßenbahnhof Tolkewitz für den Bau von Schulen seien dafür Beispiele.

Ansonsten kaufe die Stadt alles auf dem Markt, was sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötige. So habe sie im vergangenen Jahr den sogenannten Russensportplatz am Alaunpark in der Äußeren Neustadt erworben, um Grünflächen entwickeln zu können. "Wir kaufen aber auch Wald, Flächen für den Hochwasserschutz oder für den Straßenbau", so die Abteilungsleiterin. Wenn es sich anbiete, tätige die Stadt auch Vorratskäufe. Die großen Schulthemen stünden schließlich weiter auf der Tagesordnung.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.02.2014

Thomas Baumann-Hartwig

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