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Zoff wegen Polizeikontrollen in der Neustadt endet vor Gericht

Verleumdung und Beleidigung Zoff wegen Polizeikontrollen in der Neustadt endet vor Gericht

Die Polizei ist letzter Zeit verstärkt in der Neustadt unterwegs, da im Szeneviertel die Straftaten zunehmen. Auf der einen Seite steht der Ruf nach mehr Sicherheit, auf der anderen Seite wird jedes Vorgehen der Beamten kritisch beobachtet und kommentiert – manchmal wohl auch unsachlich.

Auf der einen Seite steht der Ruf nach mehr Sicherheit, auf der anderen Seite wird jedes Vorgehen der Beamten kritisch beobachtet und kommentiert.

Quelle: dpa

Dresden. Die Polizei ist letzter Zeit verstärkt in der Neustadt unterwegs, da im Szeneviertel die Straftaten zunehmen. Auf der einen Seite steht der Ruf nach mehr Sicherheit, auf der anderen Seite wird jedes Vorgehen der Beamten kritisch beobachtet und kommentiert – manchmal wohl auch unsachlich. Wegen Verleumdung und Beleidigung stand Jakub W. gestern vor dem Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft warf dem 28-Jährigen vor, am 10. September 2016 lautstark an der stark frequentierten Rothenburger Straße Polizisten beleidigt und behauptet zu haben, dass sie einen Mann gezwungen hätten, sich bis auf die Unterhose auszuziehen und ihn dann auf die Straße gelegt hätten – was nicht stimme.

Der Angeklagte präsentierte eine andere Version. Er habe die Beamten nicht beleidigt und nie behauptet, sie hätten den Mann auf die Straße gelegt. Ihm sei aber aufgefallen, dass die Beamten vor allem „Personen mit schwarzer Hautfarbe“ kontrolliert hätten – einer hätte sogar nur die Unterhose angehabt. „Warum, weiß ich nicht.“ Ihre Namen und den Grund der Kontrollen hätten die Beamten trotz Nachfrage nicht genannt.

„Stimmt nicht“, sagte ein Beamten, „Wir haben Namen und Revier genannt und gesagt, dass wir im Rahmen der Aktion ,Sichere Neustadt’ unterwegs sind, um verdächtige Personen zu kontrollieren.“ So auch den Mann an der Scheune, der nach der Kontrolle seine Hose fallen ließ und sich zunächst weigerte, sie wieder hochzuziehen. An der Rothenburger Straße wurde ein Verdächtiger überprüft, als er eine Geldbörse wegwarf. „Das Portemonnaie war zuvor einen Mann von einem „Antänzer“ gestohlen worden. Wir konnten es dem Opfer zurückgeben.“

Da die Verteidigung mehrere Beweisanträge stellte und wohl weitere Zeugen geladen werden müssen aber die drei Wochen-Frist nicht eingehalten werden kann, wurde der Prozess ausgesetzt. Ende August wird die Sache neu aufgerollt.

Von ml

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23.01.2018 - 11:55 Uhr

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