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Lokales Zerstörte Villa: Verwaltung soll Rechtsmittel einlegen
Dresden Lokales Zerstörte Villa: Verwaltung soll Rechtsmittel einlegen
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13:00 04.10.2017
Die Villa in Blasewitz war nach zwei Bränden 2014 dem Erdboden gleichgemacht worden. Quelle: Archiv
Dresden

Die Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat die Stadtverwaltung aufgefordert, Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Dresden zu einer abgerissenen Villa auf der Tolkewitzer Straße einzulegen. „Ich äußere ausdrücklich mein Unverständnis über das Urteil, da die Villa jahrelang absichtlich verfassen gelassen wurde“, erklärte Fraktionsvorsitzender Thomas Löser. „Es kann doch nicht sein, dass Grundstücksspekulation auf Kosten von Kulturdenkmälern am Ende belohnt wird. Eigentum verpflichtet.“

Die Villa in Blasewitz war nach zwei Bränden 2014 dem Erdboden gleichgemacht worden. Der Eigentümer hatte das Gebäude 1997 zurückübertragen bekommen und schon 1998 einen ersten Abrissantrag gestellt. Er will auf dem Grundstück einen Neubau errichten. Die Abrissanträge – auch 2004 und 2011 versuchte der Besitzer sein Glück – wurden mit Verweis auf den Denkmalschutz abgewiesen. Das Gebäude verfiel, die Brände beschädigten es stark. Schließlich blieb nach dem Einsatz eines Baggers nichts mehr von der Villa übrig.

Die Landeshauptstadt verfügte einen originalgetreuen Aufbau der Villa, gegen den der Eigentümer vor Gericht zog. Die Kammer gab dem Mann nun Recht: Die Auflage sei unverhältnismäßig und rechtswidrig. Wegen der besonderen Bedeutung ließ das Verwaltungsgericht aber eine Berufung vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht zu.

Ob die Stadtverwaltung Rechtsmittel einlegt, kann sie erst nach Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung entscheiden. Diese wird in wenigen Tagen erwartet.

Von tbh

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