Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Zehn Millionen für Dresdens Bäder
Dresden Lokales Zehn Millionen für Dresdens Bäder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:26 09.09.2015

Das hatte der Stadtrat am Donnerstagabend gegen die Stimmen der Linken und der FDP beschlossen. Die Thüga zahlt zehn Millionen Euro an die TWD, damit sie die zehn Prozent weiter halten darf. Ursprünglich war der Vertrag mit der Thüga zum 31. Dezember 2012 ausgelaufen. Die Stadt hätte in diesem Jahr die Anteile zurückkaufen können. Die Verkaufssumme zum Ertragswert hätte bei 70 bis 100 Millionen Euro gelegen.

"Wir bekommen die Anteile nicht geschenkt, sondern hätten einen Kredit aufnehmen müssen", so Zieschank. Zudem würde die Verkaufssumme gegenwärtig wegen der hervorragenden Ertragslage der Drewag eher bei 100 als bei 70 Millionen Euro liegen. "Wer weiß, ob das in fünf Jahren immer noch so ist. Wahrscheinlich sind dann die Anteile günstiger zu haben", mutmaßte der TWD-Geschäftsführer, der zehn Millionen Euro für ein gutes Ergebnis hält.

Linken-Fraktionschef André Schollbach sah das ganz anders. Die Stadt lasse sich mittelfristig viel Geld entgehen, um kurzfristig wenig Geld bar auf die Hand zu bekommen. Für die Thüga sei es ein Leichtes, zehn Milionen Euro auf den Tisch zu legen. Allein im vergangenen Jahr habe sie eine Gewinnausschüttung von fast acht Millionen Euro von der Drewag erhalten. "Dieses Geld würde in der Stadt verbleiben, wenn wir die Anteile zurückkaufen", erklärte er.

Schollbachs Argumente blieben ebenso ungehört wie die der FDP, die die neu gegründete Bäder GmbH ablehnt, die sich unter dem Dach der TWD befindet und in die die zehn Millionen Euro fließen sollen. "Die TWD sind nicht dazu da, Schwimmbäder und -hallen zu betreiben", erklärte Liberalen-Fraktionschef Holger Zastrow. "Die städtischen Unternehmen sind kein Selbstbedienungsladen."

Thomas Blümel von der SPD erklärte, die Linken hätten lediglich mehr Geld von der Thüga herausschlagen wollen, 30 Millionen Euro seien im Gespräch gewesen. "Wir halten die zehn Millionen für ein gutes Geschäft." CDU, Bündnis 90/Die Grünen und Bürgerfraktion sahen das ähnlich - die Thüga bleibt Anteilseigner bei den Stadtwerken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.03.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Zum Auftakt der Lehrerwarnstreiks in Sachsen an diesem Montag werden rund 2000 Pädagogen zu einer Kundgebung in Dresden erwartet. In der Region Leipzig, die als erste bestreikt wird, gebe es an etwa 80 Prozent der Schulen keinen regulären Unterricht, teilten die Lehrergewerkschaft GEW und der Lehrerverband SLV am Freitag mit.

09.09.2015

Weil die Arbeits-Chancen in Dresden günstig sind, Jobs in der Hightech-Industrie winken und die Studien- und Forschungsmöglichkeiten attraktiver werden – und dies bei vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten -, ziehen mehr und mehr Menschen in die sächsische Landeshauptstadt.

09.09.2015

Anbieter "Secupay" hat sein Pilotprojekt "Vierteldollar", in dessen Rahmen man in Läden und Lokalen der Dresdner Neustadt per Handy-App und "Near Field Communication" (NFC) bezahlen konnte, mit sofortiger Wirkung eingestellt.

09.09.2015
Anzeige