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Zastrow klagt: „Wo bleibt die Empörung?“

Bauverzug bei der Albertbrücke Zastrow klagt: „Wo bleibt die Empörung?“

„Der Stadtverwaltung ist völlig egal, was sie einmal versprochen hat“, sagt der FDP-Stadtratsfraktionsvorsitzende Holger Zastrow. Der Liberale meint die Bauarbeiten an der Albertbrücke, die im Juli 2014 für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt wurde. Seitdem ist kein Auto mehr über die Elbquerung gefahren, obwohl das Straßen- und Tiefbauamt anderes versprochen hatte.

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Der FDP-Fraktionsvorsitzende Holger Zastrow vermisst die Empörung des Stadtrats über gebrochene Versprechen der Stadtverwaltung.
 

Quelle: Foto: Dietrich Flechtner

Dresden.. „Der Stadtverwaltung ist völlig egal, was sie einmal versprochen hat“, sagt der FDP-Stadtratsfraktionsvorsitzende Holger Zastrow und fährt fort: „Daran merkt man, welches Gewicht der Stadtrat gegenüber der Verwaltung hat. Es ist ganz selbstverständlich, dass die Autos nicht auf der Albertbrücke fahren dürfen. Dabei darf man sich das doch nicht gefallen lassen“.

Der Liberale meint die Bauarbeiten an der Albertbrücke, die im Juli 2014 für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt wurde. Seitdem ist kein Auto mehr über die Elbquerung gefahren, obwohl das Straßen- und Tiefbauamt anderes versprochen hatte. Im Juni und dann im Dezember 2015 sollte zumindest eine Richtungsspur wieder geöffnet werden – geworden ist daraus nichts. Mittlerweile heißt es aus dem zuständigen Amt vage, dass die Sanierung der Brücke im Spätsommer abgeschlossen werden soll.

Zastrow ärgert das maßlos. „Es gibt einen Stadtratsbeschluss über das Offenhalten der Brücke, der seit Monaten gebrochen wird“, erklärte er und wirft der Verwaltung vor, nicht mit realistischen Zahlen operiert zu haben. „Ich als Stadtrat muss den Kopf dafür hinhalten, denn mich fragen die Menschen, warum die Brücke immer noch gesperrt ist“, so der Fraktionschef. Die Folge der Sperrung sei nach wie vor Stau auf der Bautzner Straße und Schleichverkehr im Preußischen Viertel. „Vielen Menschen, für die die Albertbrücke die kürzeste Verbindung von Wohnort und Arbeit war, wird Lebenszeit gestohlen, weil sie zeitaufwändige Umwege fahren müssen.“

Zastrow erinnert an die heftige Debatte um die Sanierung der Brücke 2013, in der die FDP eine Variante vorgeschlagen hatte, bei der der Fahrzeugverkehr immer auf einer Fahrspur hätte rollen können. „Da wurden wir wegen der angeblichen Mehrkosten verprügelt, obwohl der Freistaat einen höheren Fördermittelanteil gezahlt hätte.“ Begründet worden sei die Wahl der Sanierungsvariante ohne Fahrzeugverkehr letztlich mit einer neun Monate schnelleren Bauzeit. „Aber das hat sich inzwischen als völlig unhaltbar herausgestellt. Mich würde es nicht wundern, wenn die Sanierung genau die 29 Monate dauern würde, die für unsere Variante veranschlagt waren“, so der Liberale Zastrow.

Er vermisse die Empörung bei den Stadträten, die für die Sanierung ohne Fahrzeugverkehr gestimmt hatten. „Man lässt die Verwaltung einfach machen, statt sie zu kontrollieren und zu hinterfragen.“ Die Verkehrspolitik gehe in Dresden immer zu Lasten eines einzigen Verkehrsmittels – des Autos, meint der FDP-Politiker.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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