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Zahl der Grippefälle in Dresden 2017 gestiegen

Gesundheitsministerium teilt mit: Zahl der Grippefälle in Dresden 2017 gestiegen

Im vergangenen Jahr registrierte das Dresdner Gesundheitsamt wieder mehr Grippefälle. Zu Beginn des Jahres steigen die Zahlen nun weiter an – und fordern ein erstes Todesopfer aus Sachsen.

Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Dreifach-Impfstoff, um sich vor dem Grippevirus Typ A H1N1/H3N2 und Typ B zu schützen.

Quelle: dpa

Dresden. Die Grippewelle 2018 rollt an. Laut Information des Influenza-Wochenberichts vom Robert-Koch-Institut wurden in der ersten Kalenderwoche des Jahres bundesweit 1.326 Krankheitsfälle registriert, darunter auch 134 in Sachsen. Jetzt hat das Gesundheitsamt auf Anfrage der DNN Zahlen für das Jahr 2017 veröffentlicht. Demnach ist die Gesamtzahl der Grippefälle in Dresden im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Während es 2015 noch 1.376 Fälle gab, ist die Zahl der gemeldeten Influenza-Kranken 2016 auf 1.148 Fälle gesunken. 2017 wurden 1.487 Fälle registriert – diese Schwankungen seien jedoch normal, „weil die Erregerspezies jährlich mehr oder weniger variieren“, erklärt Dominik Heyn, Referent der Sozialbürgermeisterin.

Zu einer echten Grippe zählen alle diagnostizierten und gemeldeten Fälle mit Pharyngitis, Bronchitis und Pneumonie, mit oder ohne Fieber. Die Symptome sind deutlich schwerer, als bei einem grippalen Infekt: Hohes Fieber, heftige Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen, sowie etwa eine Lungenentzündung sind laut der Kassenärztlichen Vereinigung denkbar. Das Gesundheitsamt rät bei einer Ansteckung „Bettruhe, Menschenansammlungen zu meiden, andere Personen nicht anzuhusten oder anzuniesen, keine Hände zu geben, häufig Hände zu waschen und Räume gut zu lüften.“

Zur Vorsorge empfiehlt die Landeshauptstadt jährlich eine Grippeimpfung im Herbst vor Beginn der Grippewelle. „Aber auch jetzt ist eine Impfung beim Hausarzt oder im Gesundheitsamt Dresden noch möglich und sinnvoll“, so Heyn. Dabei erhalten Patienten den Dreifach-Impfstoff, der Antigene dreier weltweit zirkulierender Varianten des Virus enthält. Zwei davon sind vom Typ A, der extrem gefährlich ist, sowie ein weiteres Antigen vom Typ B, der sehr häufig vorkommt aber für gesunde Menschen ungefährlich ist.

Nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage, bis der Impfschutz vollständig aufgebaut ist. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Influenzaimpfung besonders für Menschen ab 60 Jahren, Schwangere ab dem 2. Trimester mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung, chronisch Kranke und medizinisches Personal. Da gerade bei älteren Menschen mit Grippe häufig Komplikationen auftreten, würden sich laut des Epidemiologischem Bulletin vom 5. Januar 2017 circa 54,2 Prozent der Sachsen über 60 vorsorglich impfen lassen. Der Freistaat verzeichnet damit deutschlandweit die zweithöchste Impfquote in dieser Altersgruppe.

Die STIKO empfiehlt jedoch eine Impfung für alle Bevölkerungsgruppen nicht explizit, da „eine Erkrankung an Influenza bei gesunden Menschen in der Regel ohne schwerwiegende Komplikationen verläuft“. Grund zur Panik gebe es daher nicht. Dennoch ist Vorsicht geboten: gerade bei Kleinkindern und älteren Menschen kann eine scheinbar harmlose Virenerkrankung tödlich verlaufen. Während 2015 und 2016 vier beziehungsweise fünf Todesfälle in Dresden gemeldet wurden, erlagen 2017 zwölf Menschen der Krankheit. In Sachsen forderte die Grippewelle 2018 bereits ihr erstes Todesopfer – eine nachweislich an Influenza erkrankte 91-Jährige starb in einem Altenheim im Landkreis Zwickau, wie das Gesundheitsministerium in Dresden am Freitag mitteilte.

Von Katharina Jakob

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