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Zahl der Biber in Dresden weiter gestiegen

Drahthosen für Bäume als Schutz vor scharfen Zähnen Zahl der Biber in Dresden weiter gestiegen

Dass Biber in Dresden an der Elbe zu sehen sind, ist keine Seltenheit mehr. Mittlerweile wohnen in der Stadt zwischen 35 und 45 Tiere. Der Bestand dieser Tiere liegt nach Auskunft der Stadt „um ein Viertel höher, als noch vor zehn Jahren“. Doch diese freudige Botschaft hat Schattenseiten. Denn Biberaktivitäten haben durchaus auch negative Auswirkungen.

Biber.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Dass Biber in Dresden an der Elbe zu sehen sind, ist keine Seltenheit mehr. Mittlerweile wohnen in der Stadt zwischen 35 und 45 Tiere. „Darunter befinden sich Einzeltiere, Paare ohne Junge und Familienverbände mit zwei Elterntieren und zwei bis drei Jungen“, so die Auskunft der Stadtverwaltung. Deren Schätzung zufolge dürfte der Bestand dieser Tiere „um ein Viertel höher liegen, als noch vor zehn Jahren“.

Das größte in Europa lebende Nagetier hinterlässt unübersehbar seine Spuren. Am auffälligsten sind angenagte Gehölze und umgestürzte Bäume mit kegeligen Stümpfen. Besonders aktiv sind Biber gegenwärtig an der Elbe in der Johannstadt, gegenüber an der Prießnitzmündung sowie in Schönfeld an der ehemaligen Kläranlage, listet die Stadtverwaltung auf. Weil Biber unter Naturschutz stehen, aber auch große Schäden anrichten können, wenn sie erhaltenswerte Großgehölze fällen, Gewässer anstauen und damit Gebäude oder Anlagen unter Wasser setzen, sowie dafür sorgen, dass bei Hochwasser das Wasser nicht abfließen kann, heißt es erfinderisch sein.

Die Stadt hat jetzt zum Beispiel am Johannstädter Elbufer nach ersten Fällungen großer Bäume Ende vergangenen Jahres landschaftsbildprägenden Baumweiden „Drahthosen“ aus Maschendraht verpasst. Auch an der Weißeritzmündung gepflanzte Jungeichen bekamen Anfang diesen Jahres vorbeugend einen solchen Schutz. Denn in der Nähe wurden Biber gesichtet. Zudem werden demnächst die an der Prießnitzmündung stehenden großen Schwarzpappeln mit einem Spezialanstrich versehen. Dieser enthalte Sand und soll so dem Bibern das Annagen verleiden.

„Im Fall des Abwasserpumpwerkes an der ehemaligen Kläranlage Schönfeld, wo Steuerkabel durch den Biberdamm unter Wasser gesetzt wurden, erfolgte der Einbau eines Drainagerohrs in den Biberdamm zur Absenkung des Wasserspiegels in den unkritischen Bereich“, nennt die Stadt eine weitere Maßnahme.

Am Blasewitz-Grunaer Landgraben hatten Biber in Höhe des Friedamarkt-Parkplatzes an der Tolkewitzer Straße einen Damm errichtet. Weil der den Hochwasserabfluss gefährdete, wurde das Biberbauwerk diesen Monat zurückgebaut. Zudem musste im Juni 2016 an der Lockwitz ein Biberdamm entfernt werden. Denn dort konnte die bestehende Grundwassersanierung einer ehemaligen chemischen Reinigung durch den Anstau und den Bachwasserzufluss zur Reinigungsanlage nicht mehr richtig arbeiten. So hätten Schadstoffe in Richtung Lockwitz und Elbe hätten ausgespült werden können, erklärt das Umweltamt, warum es aktiv werden musste.

 

Von Catrin Steinbach

Dresden 51.050409 13.737262
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