Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales ZDF-Neujahrsgottesdienst kommt aus Dresden
Dresden Lokales ZDF-Neujahrsgottesdienst kommt aus Dresden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:28 30.12.2018
Fernsehgottesdienst in der evangelischen Frauenkirche in Dresden. Den Neujahrsgottesdienst am 1. Januar 2019, 10 Uhr, überträgt das ZDF. Frauenkirchenpfarrerin Angelika Behnke predigt über die Jahreslosung. Quelle: Matthias Rietschel
Dresden

Den evangelisch-lutherischen Neujahrsgottesdienst in der Dresdner Frauenkirche am 1. Januar können Fernsehzuschauer in der gesamten Bundesrepublik verfolgen. Traditionell überträgt ihn das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) live. Sendebeginn ist 10.15 Uhr. Besucher des Gottesdienstes in der Kirche, so bitten die Organisatoren, sollten ihre Plätze bis spätestens 10 Uhr eingenommen haben, um die Übertragung nicht zu stören.

Die Liturgie leitet Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt. Die Predigt hält Pfarrerin Angelika Behnke. Ihr Thema ist die Jahreslosung für 2019: „Suche Frieden und jage ihm nach“. Sie steht im Alten Testament der Bibel im 34. Psalm, Vers 15. In den Mittelpunkt ihrer Auslegung will Pfarrerin Angelika Behnke den Gedanken stellen, dass der Frieden im Kleinen und im Großen keine Selbstverständlichkeit, sondern immer wieder ein Auftrag ist.

Mit festlicher Musik gestalten den Gottesdienst gemeinsam der Kammerchor der Frauenkirche und das Ensemble Frauenkirche. Es erklingen Ausschnitte aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 - 1847), das erstmals 1836 in Düsseldorf aufgeführt worden war.

Es beschreibt die Wandlung des Christenverfolgers Saulus zum Missionar Paulus, der schließlich die christliche Lehre in Episteln an die ersten Gemeinden formulierte. Sie wurden später ins Neuen Testament der Bibel aufgenommen. Die musikalische Leitung hat Frauenkirchenkantor Matthias Grünert. An der 2005 vom Straßburger Meister Daniel Kern gebauten Orgel musiziert Frauenkirchenorganist Samuel Kummer.

Bereits 9.30 Uhr beginnt der Neujahrsgottesdienst in der Kreuzkirche. Katholiken feiern zu Neujahr das Hochfest der Gottesmutter; in der Dresdner Kathedrale (Katholische Hofkirche) 10.30 Uhr mit einem Pontifikalamt, also einer von Bischof Heinrich Timmerevers geleiteten Heiligen Messe.

In fast allen evangelisch-lutherischen Kirchen in Dresden und der Region endet zuvor das Jahr 2018 am 31. Dezember mit Gottesdiensten zum Altjahresabend. Manche bieten dazu besondere Musik. So beispielsweise singt 14.30 Uhr in der Kirche in Unkersdorf der Chor des Kurortes Hartha. Zur Silvestervesper 16 Uhr sind in der Kreuzkirche Kreuzchor, Solisten und Sinfonietta Dresden mit der 4. Kantate aus Bachs Weihnachtsoratorium zu erleben.

In der Kathedrale (Katholische Hofkirche) versammeln sich Gemeindemitglieder und Gäste 16 Uhr zur Jahresschlussandacht. Dazu erklingen das Te Deum in D sowie die Psalmen von Johann Adolph Hasse. Katholiken gedenken an diesem Tag des Heiligen Silvester, der 335 als Papst in Rom eines natürlichen Todes starb.

In der evangelischen Kirche Maria am Wasser in Hosterwitz gestalten Kantorei und Ensemble unter Leitung von Matthias Herbig sowie Felix Flath an der Orgel 17 Uhr einen Musikalischen Sakramentsgottesdienst. Festliche Silvesterkonzerte am Abend sind beispielsweise in der Versöhnungskirche in Striesen (20 Uhr), in der Dreikönigskirche oder in der Stadtkirche in Radeberg (jeweils 21 Uhr) geplant.

Die Jahreslosung, die Christen unterschiedlicher Konfessionen 2019 begleitet, hat die Ökumenische Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen (ÖAB) ausgewählt, auf ihrem jährlichen Delegiertentreffen in Berlin. In dem Gremium sind 20 evangelische, katholische und freikirchliche Werke und Verbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, dem Elsass und Polen vertreten.

Die erste Jahreslosung verbreitete 1930 der evangelische Pfarrer und Liederdichter Otto Riethmüller (1889-1938). Er war Mitglied der „Bekennenden Kirche“, die sich im Gegensatz zu den „Deutschen Christen“ der Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus verweigerten.

Mit der Jahreslosung versuchte Riethmüller, der NS-Propaganda einen Bibelvers entgegenzustellen. Der Brauch geht zurück auf die Herrnhuter Brüdergemeine. Losungen für jeden Tag gibt sie als Andachtsbüchlein seit 1731 heraus.

Von Tomas Gärtner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Irina Claußnitzer und Britta Jonas bedrucken kostbare Seidentücher und Schals mit eigens entworfenen Mustern selbst. Die eine liebt es grafischer, die andere figurativer. Beide aber staunen jedesmal wieder neu über das Ergebnis.

29.12.2018

Mit dem Ende des Weihnachtsfestes fliegt bei vielen auch gleich der Christbaum aus dem Wohnzimmer. In Dresden gibt es verschiedene Möglichkeiten, das abgeschmückte Bäumchen los zu werden - und das auch kostenfrei. 

29.12.2018

Der städtische Zuschuss soll die Probleme im Berufsstand der Hebammen lindern – und beginnt zu wirken. Dresden könnte hierbei eine Vorreiterrolle einnehmen, denn bisher gibt es eine solche Prämie nur in wenigen deutschen Städten.

29.12.2018