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Lokales Wunschkonzert abgebrochen
Dresden Lokales Wunschkonzert abgebrochen
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08:28 25.05.2018
Abendstimmung über dem Sachsenbad. Ein grandioses Gebäude, dessen Zukunft ungewiss ist. Quelle: Foto: Amt für Kultur und Denkmalschutz
Dresden

 Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hat am Mittwochabend eine recht lange Wunschliste des Ortsbeirats Pieschen zur Vorlage „Konzeptausschreibung für das Sachsenbad“ kurz und humorlos zusammengestrichen. Der bei diesem Thema federführende Ausschuss brachte die Vorlage der Verwaltung mit ganz wenigen Änderungen auf den Weg, so dass diese am 7. Juni im Stadtrat beschlossen werden könnte.

Gesundheitsbad oder Stadtteilzentrum?

Die seit 1994 leerstehende Immobilie soll im Oktober auf der Immobilienmesse „Expo Real“ in München einem Investor zum Kauf angeboten werden. Aber auch der Abschluss eines Erbaupachtvertrages ist nicht ausgeschlossen. Auf Vorschlag der Linken sollen Sicherungen in den Vertrag eingebaut werden, die die Risiken für die Stadt minimieren. So soll dem Investor ein Zeitplan für die Sanierung vorgeschrieben werden. Sollte sich dieser nicht daran halten, würde die Immobilie zurück an die Stadt fallen.

Die Vergabe der Immobilie soll per Konzeptausschreibung erfolgen. Die Verwaltung hatte in einer Studie als Vorzugsvariante eine Nutzung als Gesundheitsbad ermittelt. Es sollen aber auch andere Nutzungen wie ein Stadtteilzentrum möglich sein, wenn ein Investor die entsprechenden Mittel aufbringt und vor allem das denkmalgeschützte Gebäude saniert.

Kein Geld vom Freistaat

Der Ortsbeirat Pieschen hatte angesichts des desolaten Zustands eine Notsicherung des Sachsenbades gefordert, doch Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte im Ausschuss unmissverständlich: Er hat für derartige Arbeiten keine Mittel im Etat. Deshalb wurde der Passus von einer Mehrheit der Ausschussmitglieder aus der Vorlage gestrichen. Auch der Wunsch der Mehrheit der Ortsbeiräte, auch städtische Gesellschaften mögen sich an der Ausschreibung beteiligen, fand keinen Eingang in das Ausschussvotum. Dafür sollen Gespräche mit potenziellen Nutzern wie dem nahegelegenen Ärztehaus geführt werden, beschloss der Ausschuss.

CDU-Stadtrat Veit Böhm, der sich seit Jahren für die Wiederbelebung des Sachsenbades engagiert, verwies auf ähnlich schlanke Beschlüsse in den Ausschüssen für Sport sowie für Finanzen und Liegenschaften. „Die Verwaltung hat schnell gehandelt und einen Vorschlag eingebracht, der den Grundgedanken des CDU-Antrags von 2016 weitgehend folgt“, so Böhm. Gemeinsam mit der SPD und Teilen der Grünen sei es möglich geworden, eine ausgewogene Zielstellung zu formulieren, um einen Investor zu finden, erklärte der Stadtrat.

Für die Sanierung des Sachsenbades sind mindestens 20 Millionen Euro einzuplanen. Die Stadtverwaltung erhält dafür keinerlei Fördermittel. Weder aus Töpfen des Denkmalschutzes noch aus Sportfördermitteln werden Gelder fließen, hatte der Freistaat bislang stets betont.

Was wird aus dem Sachsenbad? Die Stadt hat verschiedene Varianten untersuchen lassen. Alle haben Vor- und Nachteile.

Bürgerinitiativen, aber auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) fordern, dass die Stadt das Sachsenbad nicht aus der Hand gibt und es mit eigenen Mitteln saniert. Dafür dürfte es am 7. Juni im Stadtrat keine Mehrheit geben. Falls das Thema überhaupt behandelt werden kann. Es steht ziemlich am Ende einer ellenlangen Tagesordnung.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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