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Lokales Wolf ist neuer Chef der Transferfirma HZDR Innovation
Dresden Lokales Wolf ist neuer Chef der Transferfirma HZDR Innovation
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07:43 05.10.2018
Der neue HZDRI-Geschäftsführer Dr. Björn Wolf (r.) und sein Vorgänger Prof. Andreas Kolitsch beim Gespräch im Ionenstrahlzentrum des HZDR. Im Hintergrund: Der große Beschleuniger-Tank. Foto: André Wirsig für das HZDR Quelle: André Wirsig für das HZDR
Dresden

Mit ionenveredelter Smartphone-Elektronik, Windkraft-Sensoren und anderen „Abfallprodukten“ aus der Helmholtz-Grundlagenforschung verdienen 40 Transferspezialisten in der HZDR Innovation GmbH (HZDRI) ihre Brötchen: Sie entwickeln aus Forschungsergebnissen des „Helmholtz-Zentrums Dresden Rossendorf“ (HZDR) und der TU Dresden (TUD) verkaufsfähige Produkte. Sieben Jahre nach der Gründung hat das gemeinsame Unternehmen von HZDR und der TUD-nahen „GWT-TUD GmbH“ einen neuen Chef: Dr. Björn Wolf hat am 1. Oktober die Geschäftsführung von Prof. Andreas Kolitsch übernommen, der mit 70 Jahren in den Ruhestand wechselt.

„Wir wollen künftig noch mehr Kompetenzen zur Entwicklung vermarktungsfähiger Produkte und beim Technologiemarketing aufbauen“, kündigte Wolf an. So will er das Geschäftsfeld „Sensoren“ ausbauen. Zum Beispiel haben HZDR-Wissenschaftler Gittersensoren für Strömungsmessungen entwickelt. Diese Entwicklung will Wolf in marktfähige Sensorik für Industrieanlagen ummünzen. Auch Drehmomentsensoren für Windkraft-Anlagen stehen auf der Agenda.

HZDRI-Hauptgeschäftsfeld ist der Ionenbeschuss von Siliziumscheiben (Wafer) für die Chipindustrie. Dabei nutzt das Unternehmen die Ionenbeschleuniger am HZDR: In den Arbeitspausen der Forscher bombardieren die Ingenieure die Mikroelektronik-Scheiben der Kunden mit leichten Atomrümpfen. Diese Spezialbehandlung sorgt dafür, dass die Chips später in Elektroautos oder Smartphones weniger Strom verpulvern, wenn sie ein- oder ausgeschaltet werden. Das kann für längere Akku-Laufzeiten sorgen. Und diese Ionen-Veredelung aus Dresden-Rossendorf ist begehrt: „Diese Dienstleistungen werden von High-Tech-Unternehmen aus aller Welt bei uns nachgefragt“, betonte Ionenstrahl-Direktor Dr. Roman Böttger.

Von hw

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