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Lokales Wohnungsmarkt: Jüngere Dresdner leben lieber in Altbauten
Dresden Lokales Wohnungsmarkt: Jüngere Dresdner leben lieber in Altbauten
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23:12 09.09.2015
Wie die Grafik zeigt, hat Dresden einen hohen Bestand an Gebäuden, die vor 1918 gebaut wurden. Dort fühlen sich junge Dresdner am wohlsten. Grafik: Alexander Eylert

Die große Mehrheit der Dresdner - nämlich 83 Prozent - lebt dabei in rund 27 000 Mehrfamilienhäusern, die in verschiedenen Bauphasen errichtet worden sind. Diverse Unterschiede bringt die Betrachtung der Altersgruppen nach ihrem jeweiligen gewählten Bautyp zu Tage.

Von christin grödel

■ Inwiefern unterscheiden sich die Wohnverhältnisse bei Jung und Alt?

Die altersabhängigen Bedürfnisse lassen sich laut Faltblatt besonders gut an den Einpersonenhaushalten ablesen. Studenten und andere junge Erwachsene entscheiden sich demnach vorzugsweise für Wohnungen in den nach der Bausubstanz alten, aber von der Bewohnerstruktur jungen Stadtvierteln aus der Gründerzeit. 41 Prozent der unter 35-Jährigen leben folglich in Mehrfamilienhäusern, die vor 1919 gebaut worden sind.

■ Lehnen ältere Menschen Altbauten grundsätzlich ab?

Nein, aber bei Dresdnern, die 55 Jahre oder älter sind, sinkt der Anteil derer, die in einem Altbau leben, bereits auf elf Prozent. Die Hälfte der älteren Einwohner bevorzugt Wohngebäude aus der DDR-Zeit. 55- bis 70-Jährige wohnen überwiegend in den Plattenbauten der 70er und 80er Jahre, noch ältere Personen dagegen vermehrt in den Wohnzeilen der Bauphase von 1946 bis 1969. Es handelt sich hierbei häufig um Personen, die mit ihren Familien damals im Erstbezug in die Neubauten gezogen waren.

■ Welche Stadtteile sind demnach bei jungen und alten Bewohnern besonders beliebt?

Junge Dresdner unter 35 Jahre zieht es vor allem in die Äußere Neustadt, Leipziger Vorstadt, nach Pieschen oder Löbtau. Über-70-Jährige hingegen bevorzugen die Stadtteile Seevorstadt, Pirnaische Vorstadt sowie die Wilsdruffer Vorstadt.

■ Gibt es einen Gebäudetyp, den Familien bevorzugen?

Ja. Die Wohnungsmarkt-Statistik zeigt deutlich, dass Familien sich mehrheitlich für Mehrfamilienhäuser mit einem Baujahr vor 1918 entscheiden. Dabei ist es egal, ob in der Familie nur ein Kind lebt oder vier und mehr. Der Anteil liegt jeweils bei mehr als 30 Prozent. Weniger beliebt dagegen sind Neubauten, die nach 1990 errichtet wurden, sowie Häuser mit einem Baujahr zwischen 1946 und 1996.

■ Wie sieht die Situation für Alleinerziehende aus?

Alleinerziehende wohnen nicht nur wie die Mehrheit aller Dresdner meist in Mehrfamilienhäusern, sie sind in Eigenheimen gar unterrepräsentiert. Statt dessen leben sie mit 26 Pro- zent häufiger in zwischen 1970 und 1990 errichteten Plattenbauten. Dies ist laut Statistik eine Auswirkung des eingeschränkten finanziellen Spielraums. Ebenso häufig leben Alleinerziehende aber auch in Altbauten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.08.2012

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