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Wohnungskauf für Geringverdiener

Wohnungskauf für jedermann? Wohnungskauf für Geringverdiener

Es ist lediglich eine Modellrechnung des Pestel-Instituts in Hannover. Doch sie zeigt, dass sich in Dresden künftig mehr Menschen eine Eigentumswohnung leisten könnten. Ein Nettoeinkommen von 1 480 Euro reiche laut Studie bereits aus, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden. Es ist lediglich eine Modellrechnung des Pestel-Instituts in Hannover. Doch sie zeigt, dass sich in Dresden künftig mehr Menschen eine Eigentumswohnung leisten könnten. Ein Nettoeinkommen von 1 480 Euro reiche laut Studie bereits aus, sofern bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Der regionale „Wohnungskauf-Check“ hat dabei zwei Fälle genauer betrachtet. Zum einen der Erwerb einer Eigentumswohnung mit 50 Quadratmeter durch einen Single-Haushalt und zum anderen den Erwerb eines Reihenhauses mit 100 Quadratmeter Wohnfläche durch eine fünfköpfige Familie. Derzeit liegt die Wohneigentumsquote in Dresden bei 15 Prozent.

Die Forscher unterstellten den hypothetischen Käufern, eine Bestandsimmobilie kaufen zu wollen, da Neubauten zu teuer sind. Zusätzlich zum theoretischen Kaufpreis einer Wohnung oder eines Reihenhauses kämen Erwerbsnebenkosten in Höhe von zwölf Prozent dazu. Außerdem gingen die Forscher davon aus, dass ein Eigenkapital von 20 Prozent der gesamten Erwerbskosten vorhanden ist. Konkret bedeutet das für einen Dresdner Single, der sich eine Wohnung in guter Lage, mit modernem Bad, Balkon und ohne zeitnahen Modernisierungsbedarf kaufen möchte, die laut IVD-Preisspiegel etwa 110 000 Euro kostet, zuzüglich rund 13 000 Euro Nebenkosten, dass er von seinen monatlichen 1 480 Euro 30 Prozent abzweigen müsste, um seinen Immobilienkredit zahlen zu können. Außerdem bräuchte er 24 500 Euro Eigenkapital. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann er sich in 30 Jahren als Eigentümer bezeichnen, erst dann wäre der Kredit abbezahlt. Die Bedingung ist allerdings immer, dass der Staat ein entsprechendes Kreditprogramm anbietet. Das bedeutet, es müsse einen Kredit geben, der über 30 Jahre hinweg einen festen Zinssatz von 1,5 Prozent hat. Dies nennt Matthias Günther, Leiter des Pestel-Instituts eine „angemessene und notwendige Wohneigentumsförderung durch den Staat“.

Die Voraussetzungen gelten auch für den Kauf eines Reihenhauses in Dresden. In der Studie wurde ein Kaufpreis von 200 000 Euro angesetzt, zuzüglich 24 000 Euro Nebenkosten. Dabei reiche laut Studie ein Nettoeinkommen einer Dresdner Familie von 20 20 Euro pro Monat und ein Eigenkapital von etwa 45 000 Euro. Die Familie müsste also 40 Prozent ihres Einkommens in die Finanzierung des Reihenhauses stecken. Derzeit liegt Deutschland mit einer Eigentumsquote von rund 45 Prozent im Europavergleich auf dem drittletzten Platz.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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